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10. Juni 2015 3 10 /06 /Juni /2015 09:56

Das gängige Schlagwort „Ehe für alle“ ist eine faustdicke Lüge. Gemeint sind nämlich ausschließlich feste gleichgeschlechtliche Paarbeziehungen. Diese bewegen sich in allen westlichen Gesellschaften im Promillebereich. Das passt überhaupt nicht zum riesigen Medienrummel, der seit vielen Jahren darum gemacht wird. Deshalb vermute ich, dass es sich bei der Forderung nach Gleichstellung der Homo-Ehe mit der klassischen Ehe um eine Zwischenlösung handelt, die ein ganz anderes Endziel verfolgt.

 

Kommt es aus der kapitalistischen Ecke, sehe ich als Fernziel die Abschaffung des Ehegattensplittings, weil dieser verwässerte Ehebegriff für eine sinnvolle Begründung nicht mehr ausreicht. Das erhöht die Steuereinnahmen. Kommt es aus der Ecke der finanzstarken islamischen Staaten, sehe ich als Fernziel die Abschaffung der Monogamie; weil man auf der Diskriminierungswelle, dass Homosexuelle gegenüber den Moslems bevorzugt werden, bestens reiten kann, siehe Frankreich.

 

Von unserer Sexualität her sind wir überhaupt nicht auf die Zahl 2 festgelegt. Die verantwortungsvolle Partnerschaft von Mann und Frau, wenn möglich mit zukünftigem Nachwuchs für die Gesellschaft, hat kulturelle Wurzeln, in unseren Breiten jüdisch-christliche. Dass man in der öffentlichen Debatte diese aufgibt, aber geradezu magisch an der Zahl 2 als Paar festhält, lässt sich weder biologisch, noch kulturell begründen. Doch das wird in den Medien fast vollständig ausgeblendet und scheint kaum jemanden zu kümmern.

 

Verantwortungsvolle Partnerschaften gibt es in unserer Gesellschaft zuhauf, ohne dass sie in diese Diskussion um einen erweiterten Ehebegriff eingebunden werden. Diese merkwürdige  Einengung auf gleichgeschlechtliche Paare wird so gut wie nie hinterfragt.

 

Ganz fehl am Platz ist in dieser Debatte der Hinweis, dass es keine Liebe erster und zweiter Klasse geben darf; denn damit ist jedes Liebesverhältnis, z.B. auch ein Dreiecksverhältnis oder ein vor einem Imam geschlossenes weiteres Bündnis automatisch eine Ehe im erweiterten Sinn. Zivilehe als juristische Größe kommt in ihrer Definition ohne den Begriff Liebe aus. Hier genügt Ehe als schützenswerte Verantwortungsgemeinschaft, die offen ist für Nachwuchs als Zukunft einer Gesellschaft.

 

Das katholische Verständnis von Ehe als Sakrament, das ich teile, kann nur für katholische Gläubige bindende Norm sein, nicht aber für die anderen Mitglieder eines Gemeinwesens. Ein Staat kann für sich z. B. festlegen, dass Ehe als juristische Größe überhaupt nicht mehr vorkommt. Würde er das tun, wäre mit einem Schlag deutlich, wie hohl und mit welch falschem Zungenschlag die derzeitige Debatte um die Homo-Ehe geführt wird.

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Published by Winfried Schley - in Politik Gesetz
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  • Niemals in Gleichgültigkeit verfallen, unabhängig davon, was im Leben auf mich zukommt !  
 Ich interessiere mich für alles, was dem friedlichen Zusammenleben der Menschen dient.
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