Samstag, 12. april 2008

Bleich war der Strand,
verlassen das Land,
der Salzwind heulte: „Gefahr!“
Zungen fraßen den Sand
und Leben verschwand,
das eben noch Leben gebar.

Die Flut, sie traf
die Bewohner im Schlaf,
überraschte das Vieh im Stall.
Mit Leidenschaft und wühlender Kraft
brachte sie Deiche zu Fall.

Mit wildem Gebraus umschlang sie das Haus.
Angstvoll brüllte das Rind.
Sie drückte das Dach auf das Schlafgemach,
ertränkte Eltern und Kind.

Durchtränkt war der Strand,
verwüstet das Land.
Es wich die Zungenschar,
leckte sachte den Sand
und Leben entstand,
das wiederum Leben gebar.

Die Insel Nadière bei Sturmflut malte Henri Marie Dat.

von Winfried Schley veröffentlicht in: Gedichte Community: Gedichte
Kommentar hinzufügen Kommentare (1)    Trackback erstellen empfehlen

Profil

  • : Winfried Schley
  • winfried.schley
  • : männlich
  • : 16/07/1949
  • : Deutschland Baden-Württemberg Frankreich Hohenlohe
  • : - Lehrer am Gymnasium für Katholische Religionslehre und Mathematik - aktiv in der Städtepartnerschaft Crailsheim / Deutschland und Pamiers/ Frankreich - aktiv bei der Initiative Crailsheimer Christen - eigene Homepage: http://winfriedschley.net

Empfehlen

Klicken Sie hier, um diesen Blog weiterzuempfehlen.

Kategorien

Feeds

  • Feed RSS 2.0
  • Feed ATOM 1.0
  • Feed RSS 2.0

Bookmarking

Bookmark bei Mister Wong Bookmark bei Del.icio.us Bookmark bei Digg Bookmark bei Blinklist
Bookmark bei Technorati Bookmark bei Newsvine Bookmark bei Furl Icons von Blog-Marketing
blog gratuit sur de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden