Samstag, 12. april 2008
Die Wolke bricht auf. Es leuchtet der Himmel.
Schwül drückt der Föhnwind auf schmutzigen Schnee.

Gesunkener Harsch. Es schwellen die Wasser.
Treibende Schollen im lehmigen Fluss.

Voll Würze die Luft. Wie unfern die Berge!
Lichtblinde Augen in stechender Stirn.

Der Boden teils frei. Noch brauntrüb die Erde.
Stetiges Keimen im morschen Gesträuch.

Ein Druck im Gehör. Ein zages Verlangen.
Sanft weckt die Sonne Bedürfnis nach Schlaf.

Das Bild stammt von Brigitte Herberth aus ihrem Zyklus „Vier Jahreszeiten“.
von Winfried Schley - veröffentlicht in: Gedichte - Community: Gedichte
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