Muskelzuckungen, Krämpfe, Herz-, Kreislaufkollaps, Atemlähmung, Verwirrtheit, Horrortrips, unheilbare Drogenpsychose stand da als Nebenwirkung zu
lesen! Ich traute meinen Augen nicht! Solch unkalkulierbares Risiko muten sich einige meiner Schüler leichtsinnig zu?
Falls diese Aussage eines Schüler stimmt, der selbst aus seiner Clique aussteigen und mit mir zur Drogenberatungsstelle will, kann ich von dieser Seite aus nur alle dringend und ganz herzlich
bitten: „Hört sofort damit auf!“
Auch wenn Medikamente, die DHM (= Diethylethylamin) enthalten, rezeptfrei in jeder Apotheke zu kaufen sind, denkt dort niemand daran, dass jemand das Zeug in Hammerdosen von 300 mg bis 1600 mg zu
sich nimmt!
Lasst Euch, liebe Schüler, nicht von dem verharmlosenden Wort „rezeptfrei“ verführen! Lasst Euch beraten vom Apotheker selbst, von einem Arzt oder vom Suchtpräventionslehrer Eurer Schule, nicht
aber von zweifelhaften Freunden, die bisher das unverschämte Glück hatten, ungeschoren davongekommen zu sein!
Bitte reicht diese Nachricht an alle weiter, von denen Ihr glaubt, dass es für sie wichtig ist. Das geht für Euch vollkommen anonym, wenn Ihr diesen Blog-Artikel einfach weiter empfehlt.
Wer braucht schon Drogen? Nur Feiglinge oder Leute, die ihr Hirn ausgeschaltet haben.
Den größten Kick kriegt man immer noch, wenn man sich dem Leben und der damit verbundenen Verantwortung stellt.
Wer Drogen nimmt, ist ein Wegläufer vor seinen Problemen, oder ein Mitläufer. Wer Drogen nimmt, weil es "die anderen" ja auch tun, ist Schaf in einer Herde, aber keine Persönlichkeit.
Wer ohne Drogen keinen SPAß mehr empfindet, leidet an Wahrnehmungsstörungen oder ist schon kaputt.
Das Leben ist ein Geschenk und eine Herausforderung. Wer sich wirklich darauf einlässt, hat Spaß und Droge genug!
Drogen, das ist was für Memmen, die sich nur mit Stoff großartig fühlen und ohne nicht genug zu bieten haben.
Meistens hauen sie dafür noch das Geld ihrer Eltern auf den Kopf, das sie gerne nehmen, obwohl sie deren Ratschläge ablehnen und offenbar keinen Respekt vor deren Lebenserfahrung haben.
Drogen machen doof, hässlich und ruinieren die Gesundheit. Wer das "cool" findet, hat 'n Rad ab! ;o)
Ich habe derzeit einen Schüler, der sich mit einer andern Droge eine schizoide Psychose eingehandelt hat. Er ist seit einem Jahr krank, nimmt starke Medikamente und wird nie wieder der Alte werden. Lehre oder Studium? Kann er vergessen, weil er nun ein geistiger Krüppel ist.
Bei den Präparaten stehen die schwersten Nebenwirkungen (Herzstillstand, Koma) im Beipackzettel. Wir werden uns darum kümmern, dass die Rezeptfreiheit aufgehoben wird!
Apotheker, die Jugendlichen das Zeug verkaufen, gehören vor den Kadi, weil es für Jugendliche unter 18 nicht gedacht ist (Packungsbeilage)!
Wie kann man nur so blöd sein, sich das Hirn wegzudopen....
Danke! Lehrer gelten ja bei Schülern schnell als moralinsaure Besserwisser. Aber wenn ein Arzt dazu so eindeutig wie hier Stellung nimmt, klickt es vielleicht in manchem Kopf jenen entscheidenden
Tick schneller, der dann Leben retten kann.
Hallo Hr. Schley Jetzt hat mich die "DHM-Sache" doch mal interessiert, und das vor der Mathe-Arbeit... Naja auf jeden Fall sollte am ASG noch viel mehr gegen DHm und alle andere Drogen gemacht werden, da ja mittlerweile Gerüchte kursieren, dass schon manche 8klässler drogenabhängig sind...
Viele Grüße
Kommentarnr 3 gepostet von Tino Sie wissen schon ;-) am 21.04.2008 à 15h20
Hallo Tino,
leider helfen Gerüchte niemandem weiter, noch machen sie jemanden gesund!
Hier hilft nur Vertrauen in außerschulische Fachleute. Doch zu denen kann man erst gehen, wenn Mitschüler mutig die Mauer des Schweigens brechen, gefährdete Schulkameraden gezielt darauf ansprechen
und sie so zum Handeln zwingen. Alles andere ist falsch verstandene Solidarität.
Hallo Herr Schley, Klar helfen Gerüchte nicht weiter, aber Ich finde man sollte das Thema an Schulen viel mehr behandeln, nicht nur im Bio-Unterricht schweifen. Was Sie ja schon einpaarmal veranstaltet haben, und zwar dass Sie ehemalige "Junkeys" eingeladen haben fand ich super und auch ausnahmsweise recht interessant ;-) Aber wieso machen Sie das nur für Ihre Religionsklasse und nicht für die ganze Schule? Da wird es sicher viele geben die unter dem Vorwand "Wird bestimmt lustig" oder "Hauptsache 'ne Stunde fällt aus" hingehen werden, aber wahrscheinlich werden die meisten danach anders über Rauschmittel insbesondere über das scheinbar harmlose DHM denken.
Viele Grüße, Tino
PS: Ich weiß, es hat nichts mit dem Thema zu tun, aber wenn ich Ihnen hier schon schreibe... Dürfen wir am Mittwoch bei der KA die Formelsammlung verwenden?
Kommentarnr 4 gepostet von Tino Sie wissen schon ;-) am 21.04.2008 à 19h50
Für die ganze Schule geht nicht mehr. Das halten die beiden von der psychischen wie physischen Belastung nicht mehr durch. Vor allem die Frau hat sich schon darauf eingestellt, dass ihr Leben nicht
mehr lange währt.
Ja oder wenigstens für ein paar Angemeldete. Aber die Idee mit der Drogenberatungsstelle finde ich auch nicht schlecht, aber es sollte auch zur Vorsorge an der Schule etwas unternommen werden.
Gr. T
Kommentarnr 5 gepostet von Tino Sie wissen schon ;-) am 22.04.2008 à 18h30
Verstehen, Informieren, Motivieren - das sind Eckpunkte, die mir zum Thema Dorgenkonsum durch den Kopf gehen. Es gibt sehr viele Stoffe, mit denen man sich "zudröhnen" kann, und besonders kompliziert wird es durch die Kombination verschiedener Stoffe - die Motive sind vielfältig und allgemein steckt in der Regel dahinter, dass jemand mit seinem Leben nicht klar kommt. Einfach so aus Neugier... das gibt es auch, aber wer bewusst Medikamente missbraucht, nimmt auch ein Risiko in Kauf. Als Informationsquelle bietet sich die Seite www.dhs.de an, dort finden sich auch Videos von Betroffenen. Der Weg zur Drogenberatungsstelle ist wichtig, je früher je besser - das Problem ist aber oft die Motivation. In einer stationären Entwöhnungstherapie werden meist erst Jugendliche ab 16 Jahren aufgenommen - ich habe aber auch schon Leute erlebt, die schon als Kind mit Schnüffelstoffen angefangen haben (Kleber, Putzmittel und Ähnliches). In der Regel gilt leider: erst dann, wenn es zu schwerwiegenden Folgen gekommen ist und Kontrollverlust auftritt, ist die Motivation zur Therapie gegeben. Präventionsarbeit in der Schule ist wichtig und sinnvoll - denn oft ist ja gar nicht bekannt, was da so alles passieren kann...
lg Methusalem
Kommentarnr 6 gepostet von
Methusalem am 23.04.2008 à 11h32
Danke! Es ist toll zu erfahren, dass ich als Lehrer in meiner Sorge um Schüler nicht allein dastehe! Hoffentlich begreifen das die Schüler, die sich hierherklicken.
Drogen passen als Thema auch in den Unterricht - das Stichwort "Hexensalben" nenne ich nur mal als Beispiel. Näheres findet sich z.B. im Buch von Schmidbauer/Scheidt: Handbuch der Rauschdrogen. Was die Mathematik betrifft... verweise ich nur auf Untersuchungen zur Wirkstoffkonzentration bei Exstasy. Bei einer Spannbreite von 30-130mg MDMA gibt es immer eine gewisse Wahrscheinlichkeit, früher oder später durch Überdosierung ernsthaft Probleme zu bekommen. Todesfälle gab es auch schon, weil Leute sich regelrecht totgetanzt haben. Im Rückblick finden die Exstasykonsumenten das Pseudogefühl von "ich hab euch alle lieb und ihr seid je alle so toll" ziemlich albern. Grund genug, auch darüber nachzudenken, was Freundschaft wirklich ist, was "echte" und was "gemachte Pseudogefühle" sind. Die Erfahrung, dass Drogenfreunde keine echten Freunde sind, weil es früher oder später nur noch um den "Stoff" geht, kann man selbst machen - oder sich ersparen...
Kommentarnr 7 gepostet von
Methusalem am 23.04.2008 à 14h12
Zum ersten Kommentar: Was ist das für ein gequirlter Schwachsinn??? In unserer heutigen Welt ist es wahrlich schwer geworden ohne Drogen glücklich zu sein und Spass zu haben, es sei denn mensch kommt gut mit der Vorstellung klar, dass andere Menschen für den Wohlstand und das in gewisser Weise damit zusammenhängende Glücksgefühl der westlichen Welt leiden. Diese Dinge ohne Drogen auszublenden ist nicht gerade einfach und ich kann Leute die ab und zu zu Drogen greifen gänzlich verstehen, wenn sie diese nehmen um Abstand zu bekommen von den Grausamkeiten unserer Zeit (http://video.google.com/videoplay?docid=3664359489218547625). Wer sich jedoch im Alltag überhaupt nicht um solche Dinge kümmert sollte sich mal Fragen ob er/sie in seinem Leben nicht eine gewisse Aufgabe hat (nein, keine religiöse, eher eine moralische), außerdem schadet eine gewisse Ernsthaftigkeit keinem Leben. Trotzdem möchte ich mich gegen jegliche Art synthetischer Drogen aussprechen, jedoch kann man diese nicht verbieten solange sie noch produziert werden, dies wäre auch in der heutigen Zeit in der die persönliche Freiheit des Menschen in den Hintergrund gerückt ist, ein zu großer Eingriff in diese. Gleichzeitig möchte ich mich für die Legalisierung jeglicher Naturprodukte einsetzen, da es nicht sein kann, dass der Staat sich mit dem Verbieten des Anbaus von Pflanzen jeglicher Art über die Natur stellt!!!
Kommentarnr 8 gepostet von Friedemann am 23.04.2008 à 16h00
Belastbar und leidensfähig werden ist wichtig, wenn Leben gelingen soll.
Zu Friedemann... in gewisser Weise kann ich das Bemühen verstehen, mit Drogen der Welt zu entfliehen bzw. all die unangenehmen Dinge zu ertragen, mit denen man so konfrontiert wird. Aber aus der Erfahrung als Suchttherapeut sage ich klar und deutlich, dass das "Drogenglück" sehr kurzfristig ist und langfristig nur noch mehr Probleme bereitet. Hat sich die Abhängigkeit erst einmal entwickelt, gibt es kein Zurück mehr - dann bleibt nur die Abstinenz und die ist nicht leicht zu erarbeiten. Und auch die "harmlosen" Biodrogen können im Einzelfall Psychosen auslösen oder ernsthafte Probleme bereiten, wenn man nicht ganz genau weiss, was man da tut und wie hoch welche Substanzen dosiert werden dürfen. Alles, was auf dem Schwarzmarkt angeboten wird, ist in undurchschaubarer Menge dosiert, manchmal sind bewusst härtere Drogen eingemischt, um den Übergang zu Kokain oder Heroin vorzubereiten. Je länger ich mich damit beschäftige umso klarer ist meine persönliche Entscheidung: ich verzichte! Musik zu machen oder anderen Hobbies nachzugehen, etwas Sinnvolles tun, das Bestand hat, Konstruktiv wird, das gibt auch einen "Kick" - ist aber viel wertvoller. Und bei allem Frust, den ich manchmal in der Schule hatte... bin ich dankbar für den Abschluss, der mir wesentlich mehr Möglichkeiten eröffnet als es ohne Schulabschluss geben würde. Es gibt auch ohne Drogen genug Probleme in der Welt - Probleme, die einen wachen Geist erfordern. Menschen, die zugedröhnt in der Ecke herumliegen, können nichts verändern - sie verschwenden ihr Potential und werden langfristig einsam und unglücklich dabei. Als Therapeut soll ich dann wieder zurechtbiegen, was jahrelang schief gegangen ist? Das ist ganz schön schwierig... Wenn Dich etwas stört in der Welt, dann steh auf und bemühe Dich darum, etwas zu verändern... das kann Jahre, Jahrzehnte dauern, wird vielleicht ein sehr kleiner, aber wichtiger Beitrag sein. Drogen stehen dabei nur im Weg!
lg Rolf
Kommentarnr 9 gepostet von
Methusalem am 24.04.2008 à 17h47
Danke, Friedemann, für den "gequirlten Schwachsinn"!
Genau das meinte ich damit, dass Lebenserfahrung keinen Stellenwert mehr bei euch hat.
Glaubst du im Ernst, dass das Leben vor 50 Jahren besser war? Es war anders, aber es hat zu jeder Zeit genug gegeben, wogegen man sich wehren oder für das man kämpfen musste. Das wurde nicht erst für euch erfunden um euch zu ärgern.
Glaubst du im Ernst, dass das Leben leichter wird dadurch, dass man "Abstand" davon nimmt?
Ganz im Gegenteil! Jede Art von Drogen zieht Kraft. Und glaubst du, dass wir etwas dazu sagen würden, wenn wir nicht wüssten, wie leicht man Drogen-Karriere machen kann?
Sich den Aufgaben zu stellen, die das Leben bietet, und wenn man nur ehrenamtlich versucht, die Welt ein bisschen besser zu machen, das gibt Kraft. Und da sprechen die (ich), die schon ein bisschen mehr Leben hinter sich haben als du, aus Erfahrung.
Wenn wir uns keine Gedanken mehr über euch machen, seid ihr uns egal. Willst du das?!?
Wenn ich von Drogen spreche dann meine ich damit nicht die Abhängigkeit von ihnen. Das ganze hier wird zu einer Grundsatzdiskussion, auf die ich im Internet noch weniger Lust habe als normal, deshalb gehe ich jetz nur auf einen Punkt ein, und zwar ist es doch irgendwie absurd, dass ich mein Leben lang Engelstrompeten essen darf, die schon in geringen Mengen starke und lang anhaltende Halluzinationen hervorrufen, jedoch darf ich nicht ungestraft einmal im Jahr mit einem Joint im Park sitzen. Und dieser Punkt zeigt deutlich mit welcher Willkür unser Staat handelt, das ist es was mich nervt, ich will keinen Staat der mich bevormundet, der sagt das darf man und das nicht, das ist nicht der Grund warum es einen Staat gibt, sonst würden wir alle lieber in Anarchie leben. Es gibt wichtigere Aufgaben als ein paar Kiffer zu schikanieren!!!
Kommentarnr 11 gepostet von Friedemann am 25.04.2008 à 13h49
Hallo Friedemann, es mag sein, dass es zu einer Grundsatzdiskussion wird... aber vielleicht ist gerade das wichtig und sinnvoll. Ich denke, dass es sogar sehr wichtig ist - und ich bedauere die vielen heissen Diskussionen nicht, die mir in meiner Jugendzeit sehr viel Einsichten und Verständnis gebracht haben. Die Drogenproblematik steckt voller Widersprüche, das zeigt sich auch am Beispiel Alkohol, ebenfalls eine Droge, aber eben legal. Haarsträubende Dinge sind manchmal möglich und legal, andere vergleichsweise harmlose Dinge werden dagegen verfolgt und bestraft. Verstehe ich das Gesetz als den verweifelten Versuch, Gerechtigkeit zu schaffen, zeigt sich bald die Fragwürdigkeit des Bemühens und damit auch eine kritische Haltung dem Gesetz gegenüber. Trotz allem ist es eben eine Grunsatzentscheidung - wenn ich mich nicht ständig mit der Staatsgewalt anlegen will, muss ich mich eben an die Gesetze halten - ob es mir nun im Einzelfall immer passt oder nicht. Engelstrompeten zu verbieten würde auch nicht sehr viel bringen - denn oft ist es ja gerade der Reiz des Verbotenen, der manche dazu bringt, es erst recht auszuprobieren. Es ist auch ein großer Unterschied, ob jemand einmal im Jahr einen Joint raucht oder 10 Gramm Cannabis pro Tag konsumiert - die Schwierigkeit ist aber auch, eine exakte Grenze zu bestimmen, an der der "harmlose Gebrauch" in Missbrauch und schließlich in Abhängigkeit übergeht. Mal ganz abgesehen von der Frage, was erlaubt ist und was nicht, stellt sich die persönliche Frage, was "gesund" und was eben gefährlich ist. Frage Dich, welche Motive eine Rolle spielen, wenn es um Pilze oder Cannabis geht. Es gibt eben auch andere Wege zu besonderen Erlebnissen und andere Wege, um ruhig und gelassen zu werden. Frage Dich, was langfristig der bessere Weg ist - und entscheide selbst, wieviel Dir Deine Freiheit wert ist. Was Dich in Abhängigkeiten führen kann, nimmt Dir Deine Freiheit, ob es nun legal ist oder nicht. Manche erkennen erst sehr spät, dass der alte Hippiespruch "high sein, frei sein" eine Illusion ist. Andere sagen "ich hätte nie gedacht, dass der Alkohol eine solche Macht über mich ausüben kann". Solche Erfahrungen kann man zur Kenntnis nehmen oder auch nicht - aber es lohnt sich sicher, mal in aller Ruhe darüber nachzudenken.
lg Rolf
Kommentarnr 12 gepostet von
Methusalem am 25.04.2008 à 17h45
hey herr schley, wir möchten mal wieder meditieren!!
Kommentarnr 13 gepostet von julian eder am 28.04.2008 à 14h06
Aber nicht unter Drogen und nicht unter Pseudonymen wie "Julian Eder"!
Seit Anbeginn der Menschheit gehörten Rauschmittel immer zu unserem Leben. Das Spirituelle, die Öffnung zur einer höheren Sphäre oder einfach dieses Gefühl, für einen kurzen Augenblick das wirklich Wichtige zu sehen ist für viele Personen von großer Bedeutung. So auch für mich.
Ich konsumiere selbst diverse psychoaktive Substanzen schon seit längerer Zeit. Und nein, ich bin kein körperliches und psychisches Wrack. Nein, ich nehme diese Substanzen nicht um dieser Welt zu entfliehen oder mir eine schönere zu erschaffen. Nein, ich bin nicht arbeitslos, arm und/oder asozial. Genauso wenig fühle ich mich durch den Konsum cool oder ähnliches.
Rauschmittel sind für mich Schlüssel, die mir die Welt aus einem anderen Blickwinkel zeigen. Sie öffnen Tore in Dimensionen, die unserem rationalen Verstand verschlossen bleiben. Wie viele andere auch - habe ich Dinge gesehen, Gefühle gefühlt, Emotionen gespürt, grundlegende Wahrheiten erfahren die mich in meinem Leben, meiner Entwicklung als Mensch, enorm weitergebracht haben
Ich Konsumiere selbst kein DHM. Doch finde ich es verständlich das Bedürfnis zu haben jene Substanz einmal probieren zu wollen. Was ist daran so verwerflich? Es wirkt in der Tat abschreckend zu lesen, dass Menschen ein Medikament überdosieren um einen Rauschzustand zu erreichen. Nur sollte man sich mal fragen warum diese Personen dies tun. Sicherlich nicht um die besagten Nebenwirkungen zu verspüren. Wenn Menschen psychotrope Substanzen konsumieren, tun sie dies um die positiven Wirkungen zu erfahren. Niemand würde DHM (oder eine andere Substanz) konsumieren um sich danach schlechter zu fühlen.
Des weiteren existiert dieser Medikamentenmissbrauch nur deshalb, da alle brauchbaren Rauschmittel verboten wurden. Nehmen wir mal an man könnte in Apotheken psychoaktive Pilze, LSD, MDMA oder Meskalin legal kaufen. Würde dann noch jemand ein Medikament missbrauchen und die Risiken von oben genannten Nebenwirkungen in Kauf nehmen? Sicher nicht.
Warum ist man als Rauschmittelkonsument automatisch ein Feigling, ein Mit- oder Wegläufer oder gar ein Mensch mit besonders großen Problemen? Ja, Frau Madame Federkiel, Sie sind gemeint!
Ich verstehe diese Gesellschaft nicht. Auf der einen Seite sehe ich die Menschen, die - illegalerweise - Rauschmittel genommen haben und dann friedlich und fröhlich feiern, die das Leben genießen und ihre Mitmenschen lieben. Und dann sehe ich die Leute, die - gesellschaftlich toleriert und legal - sich besaufen, abstumpfen und randalieren.
Denkt mal drüber nach. Insofern manche, welche hier geantwortet haben überhaupt dazu fähig sind...
Falls es jemandem aufgefallen sein sollte: Ich habe in meinem Text kein einziges mal das Wort "Droge" benutzt, da dieser Begriff in unserer Gesellschaft meist nur mit negativen Dingen behaftet ist.
So long...
Der Spezialist aus dem LdT
Kommentarnr 14 gepostet von The Specialist am 28.04.2008 à 23h05
DHM ist keineswegs eine Modedroge. DHM zu konsumieren ist NICHT cool! Doch alles, was Mode ist, ist eindeutig ein Hinweis auf die Seltenheit einer eigenen Meinung. Es gibt auch Leute, die DHM nicht als "Modedroge" konsumieren. DHM ist zudem KEIN Partyrauschmittel, wie Alkohol! Denn Die spirituelle Grenzerfahrung ist, trotz dem schlechten Ruf, von verdammt hohem Niveau. Daher bringt es auch viele Gefahren mit sich mit und sollte niemals unterschätzt werden!
Madame Federkiel, beim ersten Kommentar musste ich lachen, denn das klang schon fast wie eine Propaganda-Sendung. In Ihrem Kommentar gibt es gravierende Denkfehler. Sie gehen davon aus, dass der Konsument entweder ein "Junkie" ist oder ein Mitläufer. Wie wäre es mit Personen, die das zum Spaß nehmen? Sie sollten auch beachten, dass Alkohol auch zu den "Drogen" gehört. Und da gibt es auch viele Leute, die auch mal am Wochenende zum Spaß was trinken. So auch mit den anderen Rauschmitteln. Sie gehen eindeutig von Klischees aus, was darauf hinweist, dass Sie eher wenig Ahnung besitzt. Ach ja... "Drogen machen doof, hässlich und ruinieren die Gesundheit." Wie sagt man so schön? You made my day! ;-) Ich zitiere Friedemann: "Was ist das für ein gequirlter Schwachsinn???"
Dr. Frauke Höllering, jetzt mal ganz ernsthaft, glauben sie, dass ihr was damit erreichen werdet, wenn diese Medikamente nicht mehr rezeptfrei erhältlich sind? Es gibt genug andere Methoden an so etwas ranzukommen. Synthetische Drogen kann man überraschenderweise auch synthetisch herstellen und es gibt genug Leute, die das machen würden. Im übrigen wäre es der Reinstoff und somit hochwertiger (Falls nicht verunreinigt). Nicht vergessen, die Menschen haben schon geschafft Koks, Crystal, DOM und viele andere Sachen synthetisch zu rekonstruieren. Doch wenn es wirklich schon so weit kommt, dass 8 Klässler von dem Zeug abhängig sind, dann wäre es wohl besser so, die Medikamente als rezeptpflichtig einzustufen.
@Methusalem Alles, wirklich ALLES kann man mißbrauchen und von allem kann man abhängig werden. Ich kenn Leute, die von Schokolade wirklich abhängig geworden sind. Ich schätze, wir sollten Schokolade verbieten ;-)
Aber wie du schon sagtest, gäbe es keinen Reiz des Verbotenen, würden auch viele Jugendliche weder etwas ausprobieren noch überhaupt darauf kommen, da vor allem die meisten Rauschmittel in den Medien hoch bekannt sind und hoch verteufelt werden.
Was "Richtiges" oder "Falsches" gibt es jedoch nicht. Jeder sollte für sich selber wissen, was für Resultate und natürlich auch Konsequenzen er aus seinem Handeln zieht. Ich verteufel nichts hier. Ich animier hier auch nicht zum Konsum. Doch ich danke auch Dem "Spezialisten", da er die perfekte Ergänzung abgibt.
Jetzt möchte ich noch was sagen: Alkohol ist ein Nervengift, genau wie Nikotin. Viele der Synthetischen Drogen wirken ab einer gewissen Menge toxisch und von Sachen wie Engelstrompete möchte ich gar nicht anfangen. THC z.B. ist kein Nervengift. Überdosis kann überall passieren, sogar bei Karotten (Vitamin A). Doch wenigstens bei THC scheint es bisher noch keine Fälle von THC-Toten zu geben, anders wie z.B. beim Alkohol.
Doch eines sollte ein Sozialpädagoge wissen: "Man kann mit Jugendlichen nur über Drogen diskutieren, wenn sie 2 Dinge wissen: 1. dass Drogen Spaß machen und 2. dass Drogen gefährlich sind." (Drum ist vor allem das erste Kommentar purer Schwachsinn)
R.V. aus dem LdT
Kommentarnr 15 gepostet von R.V. am 29.04.2008 à 01h16
Fehlschaltungen im Hirn unter Drogen als spirituelle Grenzerfahrung oder Bewusstseinserweiterung einzuordnen, kann ich nicht nachvollziehen.
Wer so etwas wirklich erleben möchte, dem empfehle ich Schweige-Exerzitien, z.B. in einem Kloster, und das mindestens 10 Tage lang.
...da hat sich eine Frau darauf eingestellt das Ihr leben nicht mehr lange währt ?
Kommentarnr 16 gepostet von Z am 29.04.2008 à 03h00
Danke für die Reaktionen aus dem LdT= Land der Träume! Wie wär's, wenn ihr euch mal traut, es mit dem wirklichen Leben zu versuchen, euch Verantwortung zu stellen? Als langjähriger Musikveranstalter in den 70gern habe ich natürlich keine Erfahrung, weder mit Alkohol noch mit Drogen.
Dein Alter "The Specialist"würde mich sehr interessieren! Der Charakter der
Sucht ist, dass sie den Willen der Person auf die Droge zu verzichten, als
erstes außer Kraft setzt.
Nehmen wir mal an, dass die von dir konsumierten Drogen
keine negative Wirkung auf DEINE Gehirnfunktionen und deine Psyche hinterlassen
haben. Wieso stellst du Drogen für ALLE gleichermaßen als unbedenklich hin?
Das kann nur jemand, der völlig verantwortungslos ist, seine
eigene Sucht rechtfertigen möchte oder vom Verkauf profitiert!
Schließlich sind die Menschen und ihre persönliche Situation
sehr unterschiedlich.
Drogen greifen nicht nur in die Funktionen von Hirn und
Körper ein, sie verändern diese Funktionen auch.
Z.B. "ersetzen" sie die Produktion von Endorphinen
die uns gute Laune machen, und der Körper produziert sie dann nicht mehr.Also ohne Droge nur noch miese Laune.
Sie greifen in den Hormonhaushalt ein und dann ist Schluss
mit Lust!
Zitat Doris Höpner(Ärztin)
"Unterschiedliche Suchtstoffe haben unterschiedliche
Wirkungen auf die Persönlichkeit. Das hängt unter anderem auch von der
Pharmakologie ab.
Eines aber haben alle Suchtstoffe gemeinsam: dass sie im
Falle der Abhängigkeit zum Mittelpunkt des Lebens eines Abhängigen werden.
Eigentlich drehtsich irgendwann alles
nur noch um das Suchtmittel. Wann und wie es genommen werden kann, wie es
besorgt wird, woher das Geld dafür kommt, was machen dass es nicht auffällt,
usw. Der eigene Körper, Hygiene, Beziehungen, Verabredungen, Pflichten kommen
dann an nachrangigern Stellen."
Sucht müsste eigentlich "sucht" heißen, weil
Menschen auf der Suche sind, die bei Drogen welcher Art auch immer landen.
Nur was sie dann mit Drogen finden ist in vielen Fällen
der soziale Abstieg bis hin zum Verlust ihrer gesamten Persönlichkeit.
Die 16jährige, die auf Trip aus dem dritten Stock mit einem
Schrei vor meinen Füßen landete, konnte mir nicht mehr sagen, ob sich der Flug
so gelohnt hat, dafür sein Leben zu opfern. Ich sah nur noch nackte Angst im
Blick und das Blut aus dem Mund laufen.
Mein Mitarbeiter, der in seiner frühen Jugend ordentlich bei Drogen zugelangt hatte, war mit 35 Jahren geistig vergreist.
In den 30ger Jahren, als bei Künstlern und Intelektuellen
Opium und Kokain "in" war wg. der "Bewusstseinserweiterung",
siechten die meisten nach einem ziemlich kurzen Leben sehr elend dahin.
Deine Aussage beinhaltet: Ärzte und Psychologen lügen. Die
Zahl der Drogenkrüppel und -toten gibt es nicht und die Erde ist eine Scheibe.
Übrigens, ich provoziere gerne, wenn es der Diskussion dient und an den feigen "Z" gerichtet: ich lebe gerne und wahrscheinlich noch ziemlich lange, oder soll ich das als Drohung von dir verstehen?!
zwischen Kommentar 4 und 5 ich zitiere nur Herr Federkiel scary very scary here rieche ich fanatismus
Kommentarnr 18 gepostet von V am 29.04.2008 à 14h53
Danke an den "Spezialisten" und an "R.V." für die Ausführungen. Gut finde ich vor allem dass der Faktor Spaß in die Diskussion gebracht wurde, denn ist der Spaß, das Glück, die Begeisterung, die Fröhlichkeit... das wonach wir alle streben und wofür wir kämpfen sollten. Damit soll aber nicht gemeint sein, dass mensch in Zukunft nur im Aldi einkauft um Geld zu sparen um sich so irgendwann seinen Traum zu erfüllen. Vielmehr sollten wir das Ganze betrachten, nicht also einen Menschen(wie häufig sich selbst), eine Nation, eine Rasse, eine Religion oder eine Menschheit in den Mittelpunkt stellen. Die Welt sollte im Mittelpunkt stehen, mit all ihren Pflanzen und Tieren und um diese Ganzheit zu überblicken sind "bewusstseinserweiternde" Substanzen nützlich. Auf dass alle im Einklang mit allem glücklich werden....
Kommentarnr 19 gepostet von Friedemann am 29.04.2008 à 18h36
Freude empfinden und "Spaß haben" sind zweierlei. Wer ohne Drugs keine Freude empfindet, sollte sich damit auseinandersetzen, warum.
Wer Halluzinationen als "Bewußtseinserweiterung" bezeichnet, hat nichts gepeilt und sitzt schon auf dem Zug nach Nirgendwo.
Ich habe ein sehr buntes Leben bisher geführt, außergewöhnlich viel Glück gehabt in meinem Leben und das ist der einzige Grund, weshalb ich Menschen helfen möchte, bestimmte Erfahrungen nicht machen zu müssen.
Dazu gehört, sie vor Wegen zu warnen, bei denen sie irreparable Schäden davontragen können. Ich habe in den 70gern Konzerte veranstaltet und selber in einer Band gesungen. Wir haben alle Drogen zur Verfügung gehabt und ich habe viele gute Leute verrecken sehen und die, die das überlebt haben, laborieren heute an den Folgeschäden.
Ihr könnt selbstverständlich machen, was ihr wollt, aber ihr sollt euch nie beschweren, man hätte euch nicht gewarnt.
warum behaupten sie wir würden uns nicht trauen es mit dem “wirklichen” leben zu versuchen?
Warum behaupten sie wir würden uns keiner Verantwortung stellen?
Ich habe viel Verantwortung. In meinem Beruf, sowie in meiner Freizeit.
Sie differenzieren Alkohol von Drogen. Ein Beweis für mich, dass sie sich mit der gesamten Thematik überhaupt nicht befasst haben. Ihre Meinungen und Argumente (wenn man das so nennen kann) basieren auf Vorurteilen und der Ansicht der breiten Masse hier in diesem Land. Fakten zählen wenig, Schlagworte viel.
Sie unterstellen mir penetrant, dass ich von irgendetwas abhängig sei, was in keiner Weise zutrifft. Ich bin für einen verantwortungsvollen Umgang mit Rauschmitteln. Ja, zuviel von besagtem ist schädlich und kann Suchtverhalten erzeugen. Das bedeutet aber nicht, dass es jedem Konsumenten so ergehen muss. Schon gar nicht bei moderatem Konsum.
Zitat:
„Nehmen wir mal an, dass die von dir konsumierten Drogen keine negative Wirkung auf DEINE Gehirnfunktionen und deine Psyche hinterlassen haben. Wieso stellst du Drogen für ALLE gleichermaßen als unbedenklich hin?“
Sie legen mir Aussagen in den Mund, welche ich so nie aussprach.
Ich habe niemals behauptet alle psychoaktiven Substanzen seien unbedenklich. Wo soll ich dass geschrieben haben? Mit ausreichend Informationen und dem nötigen Respekt kann man die Gefahren minimieren und so einen größtenteils unbedenklichen Rausch genießen. Vorausgesetzt der Konsum bleibt in einem gewissen Rahmen.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass meine Gehirnfunktionen nicht auf alle Menschen übertragbar sind. Was anderes habe ich auch nie behauptet. So wird sich das Rauscherlebnis auch meist unterscheiden.
Sie unterstellen mir völlige Verantwortungslosigkeit und/oder Handel mit irgendwelchen Substanzen. Vielen Dank dafür. Kommentieren werde ich das nicht.
Zitat:
„Schließlich sind die Menschen und ihre persönliche Situation sehr unterschiedlich.“
Stimme ich Ihnen zu.
Zitat:
„Drogen greifen nicht nur in die Funktionen von Hirn und Körper ein, sie verändern diese Funktionen auch.“
Stimme ich Ihnen teilweise zu. Es kommt immer auf die Dauer und Häufigkeit des Konsums an. Bei exzessivem gebrauch kann das durchaus der Fall sein. Bei gelegentlichem eher weniger bis gar nicht. Die Dosis macht bekanntlich das Gift.
Zitat:
„Sie greifen in den Hormonhaushalt ein und dann ist Schluss mit Lust!“
Quelle? Diese Aussage ist pseudowissenschaftlich und somit nicht haltbar. Meiner Ansicht nach ein an den Haaren herbeigezogenes Argument.
Den Aussagen der Ärztin stimme ich größtenteils zu. Allerdings wird das Wort „Suchtstoffe“ benutzt. Eine Verallgemeinerung, welche ich ablehne. Nicht alle Rauschmittel sind gleichzeitig Suchtstoffe, warum auch? Basiert wieder auf Unwissen. Des weiteren wird davon ausgegangen, dass jegliche Einnahme psychotroper Substanzen fast schon zwangsläufig eine Abhängigkeit hervorruft. Ist das eigentlich Ihr einziges Argument?
Zu der 16 Jährigen, welche sich scheinbar auf einem schlechten Trip befand und sich aus dem Fenster stürzte:
Das ist ein Einzelfall. Ich nehme an sie haben von dem Begriff „Tripsitter“ noch nie etwas gehört, dennoch werde ich Ihn verwenden. Besagter fehlte offensichtlich bei dem Vorfall. Jene Tripsitter sind dafür gedacht, dass solche Dinge nicht passieren. Sie passen auf die Berauschten auf, beruhigen sie ggf. Außerdem ist davon abzuraten im Alter von 16 Halluzinogene zu konsumieren. Es war ganz einfach ein Mangel an Aufklärung. Wissen sie überhaupt welche Substanz das Mädchen einnahm?
In den 30ger Jahren war allgemein nicht viel bekannt über Opium oder Kokain. Die meisten Konsumenten waren sich über mögliche Gesundheitsrisiken und/oder dem Abhängigkeitspotenzial nicht bewusst.
Zitat:
„Deine Aussage beinhaltet: Ärzte und Psychologen lügen. Die Zahl der Drogenkrüppel und -toten gibt es nicht und die Erde ist eine Scheibe.“
NIEMALS habe ich das behauptet, noch beinhalten meine Aussagen derartiges. Ihre Argumente entbehren einfach jeder Empirie. Sie sagen, dass Sie noch nie mit psychoaktiven Substanzen (oder in Ihrem Jargon „Drogen“) in Berührung gekommen sind und predigen lang und breit wie schlecht sie doch seien und betonen nur die negativen Aspekte. Für mich ist solch ein Verhalten einfach nur blind und arm.
Ich bin im Übrigen bewusst nicht auf ihre Frage bezüglich meines Alters eingegangen, da dies wahrscheinlich für Sie nur Anlass wäre, um weitere Kritik zu üben.
Mit vorzüglicher Hochachtung.
Der Spezialist
Kommentarnr 21 gepostet von The Specialist am 29.04.2008 à 22h44
Sie merkwürdiger "Spezialist" , ich habe zu keiner Zeit für Alkohol geworben, außerdem unterhalten wir uns hier über die Nebenwirkungen von DHM.
So unbedenklich Alkohol scheint, eine ungefestigte Persönlichkeit gerät leicht in Abhängigkeit, weil Alkohol ihn enthemmt.
Sie aber werben völlig verantwortungslos für den Missbrauch von Drogen, uneingedenk der Tatsache, dass Menschen total unterschiedlich darauf reagieren, weil das von ihrer Konstitution, von ihrer Persönlichkeitsstruktur und anderen Faktoren abhängt. Das können sie keinesfalls durch die "richtige Technik" beeinflussen und deshalb unbeschadet beherzt zu Drogen greifen.
Dazu könnte ein Facharzt aber sicher besser etwas sagen, als ich, die nur die Auswirkungen beobachtet hat.
Unter dem Motto "Mir hat das nix getan, also ist der Konsum dieser Droge unbedenklich!" spielen Sie hier den Rattenfänger.
Ich habe Sie nicht ohne Grund gefragt, was Sie davon haben?! Finden Sie es toll, wenn Sie Menschen so beeinflussen können, dass ihr Leben aus dem Ruder läuft und sie eventuell irreparable Schäden davontragen? Genießen Sie dann die Macht, die sie über diese Menschen empfinden?
Ich weiß, dass sich im Internet ALLES rumtreibt, sogar Leute, die andere zum gemeinsamen Selbstmord anstiften und selber genussvoll abwarten, was passiert. Unterm Deckmäntelchen der Anonymität sind Feiglinge richtig stark!
Uff! Der Versuch, die Kommentare bis hierher einigermassen vollständig zu erfassen und gleichzeitig in eine eher sachliche Richtung weiterzudenken, hat mich jetzt einige Stunden beschäftigt. Es ist ein eigenständiger Artikel daraus geworden, der hier abrufbar ist: http://lebensgestaltung.over-blog.com/article-19195591.html Das Thema ist wirklich sehr umfassend - im Grunde müssten die einzelnen Substanzen wirklich getrennt diskutiert werden. Dem Thema Schokolade habe ich mich übrigens auch schon ausführlicher gewidmet... wer es wirklich ernst meint und sich genau informieren will... in meinem Blog und den entsprechenden Links finden sich viele Hinweise.
lg Dipl.-Psych. Rolf Grießhammer alias Methusalem
Kommentarnr 23 gepostet von
Methusalem am 1.05.2008 à 02h18
Danke! Ihr Artikel ist ein sehr guter Einstieg in eine sachliche Diskussion.
Da hat sich aber viel getan... nach dem lesen vom 2. Kommentar gleich nach meinem, habe ich aufgehört. Es lohnt sich nicht, eine Diskussion einzugehen, weil allein Argumente, wie "sich dem Leben stellen", "Verantwortungslosigkeit" usw. sind Argumente ohne Boden. Es tut mir Leid, aber das sind Argumente von Vollidioten.
Vielen Dank R.V. aus dem LdT
Kommentarnr 24 gepostet von R.V. am 1.05.2008 à 23h32
Nach Überlegungen mache ich noch ein Schlußkommentar.
Warum begehen viele Leute Selbstmord? Wegen der Gesellschaft. Wegen anderen Menschen. Es gibt wohl kaum Leute, die Selbstmord begehen, weil sie kein Stoff mehr haben. Aber Leute, die ihnen immer wieder versuchen klarzumachen, dass er krank, süchtig und total KAPUTT ist, sind dran Schuld!! Diese immense DUMMHEIT und INTOLERANZ ist auf der ganzen Welt, in der ganzen verfluchten Gesellschaft! Jeder Mensch will nur seinen Spaß, doch die Menschheit gibt dieser Person nicht die Freiheit, den Spaß auszukosten, in dem Falle: Drogen. Aber nein, Alkohol und Nikotin sind keine Drogen. Das sind ja Nervengifte...
Es gibt auch Leute, die konsumieren, jedoch wissen, dass es gesundheitsschädlich ist. Aber es ist ihnen gleichgültig, weil sie keine Lust mehr haben. Vielleicht gehöre ich zu dieser Gruppe. Noch bevor ich das erste mal Kontakt zu Drogen hatte, hielt ich nichts vom Leben. Ich propagiere Selbstmord und habe auch kein Problem damit, das hier zu sagen. Und ich glaube, viele Leute sollten mal Selbstmord ausprobieren, da wäre die Welt wohl schöner.
Bewusstseinserweiternd wirken Halluzinationen so, dass man anfängt Dinge zu verstehen oder sich über Dinge Gedanken zu machen. Aber es hat viel mit der Psychologie zu tun.
Das tat gut, hier zu sagen, dass ich jeden hasse... Ein hoch auf diese Gesellschaft, die mehr Wert auf Klischees und Vorurteile setzt, als auf Fakten! Vielen Dank! R.V. aus dem LdT
Kommentarnr 25 gepostet von R.V. am 2.05.2008 à 00h07
Hahahaha, ja wunderbar. Wie ich schon sagte. Wenn man Drogen konsumiert ist man für andere entweder ein Junkie oder frustriert.
Ich sagte schon, dass ich meine Einstellung vor dem ersten Kontakt mit Drogen hatte. Das "Land der Träume" hat nichts damit zu tun, genauso wenig wie andere Leute, die Drogen konsumieren. Ich jedenfalls kenne wenig Leute, die konsumieren und die gleiche Einstellung teilen. Natürlich, alles hat einen Einfluss, wenn auch unterbewusst. Aber auf dem LdT sind eher weniger Leute, die so sind wie ich. Im Übrigen haben wir mal wieder die gesellschaftstypische Verallgemeinerung.
Hab ich je gesagt, wie oft ich Drogen nehme? Hab ich auch gesagt, welche ich nehme? Nein, ich bin kein Junkie. Ich konsumiere selten (Und auch nicht "harte", wie Koks, Heroin usw. und das hab ich auch nicht vor. Auch ich habe meine Grenzen) und das nur aus Spaß, mal wieder was neues erleben. Warum schauen Menschen Filme? Warum hören sie Musik? Warum geben sie sich diesen Dingen so sehr hin?
Ein Trip ist sowas wie ein Film. Da es auch schief gehen kann, sollte man das nicht aus Leichtsinn machen. Bevor man einen Trip macht, sollte man es sich 1000 mal nochmal überlegen, wenns der erste ist.
Mit Halluzinogenen fängt man an, die Umwelt genauer in Betracht zu ziehen. Nach dem Trip oder während dem Trip wird einem klar, was man ändern könnte und vielleicht sogar sollte. Nein, ich rede nicht von den "Kiffer-Gedanken", die oftmals nicht gerade logisch zusammenhängen (Zumindest im nüchternen Dasein), sondern von wahren Erkenntnissen. Meine Einstellung hat sich jedoch seit meinem ersten Kontakt mit Halluzinogenen "gelindert". Ich trinke weder Alkohol, noch bin ich auch exessive Selbstzerstörungsaktionen aus. Ich propagiere zwar Selbstmord, aber nur in gewissen "Bereichen". Auch könnte eben diese Anregung vielleicht zum Nachdenken bringen, warum Suizid doch eine Lösung ist. Entweder, Mensch ändert was, oder Mensch begeht sofort Suizid.
Nein, ich bin nicht depressiv. Nein, ich hasse mich nicht selber. Komisch und ich dachte, Methusalem sei ein Psychologe. Falsch druchdacht, Rolf, aber trotzdem guter Artikel, mit viel Mühe geschrieben und sollte sich jeder durchlesen. Nur schade, dass es eine sehr extreme Interpretation war (Sind wir wieder bei Klischees und Verallgemeinerung? Tatsächlich...).
Ich hab aber auch Fehler gemacht und sollte mich auch klarer Ausdrücken, denn hier liegt wohl ein Mißverständnis vor (Hört sich an, wie eine schlechte Entschuldigung, aber das spielt jetzt keine Rolle mehr).
Nur kann ich Dinge wie ["Vielleicht hat es Erleichterung gebracht, auszudrücken "dass ich jeden hasse". In Klammern: auch mich selbst"] (Zitiert aus Methusalems Artikel) nicht nachvollziehen...
Was ich mit "der Gesellschaft" und "den Menschen" meinte, sind genau die Leute, wie du in dem Artikel erwähnt hast ([jene, die andere darauf aufmerksam machen, dass sie sich mit ihrem Leben in Richtung Mülltonne bewegen, die sind "schuld"](Zitiert aus Methusalems Artikel)). Doch leider bin ich weder Junkie noch konsumiere ich Drogen so oft, dass es für mich tödlich enden könnte. Natürlich, eine Wahrscheinlichkeit ist immer da, doch ich gehe vorsichtig damit um. Auch ich kann verantwortungsvoll sein.
["Drogen werden ihm sicher nicht helfen, das Problem zu erkennen, denn sie SIND das Problem. Je länger es dauert, um so schwieriger wird es, damit wieder aufzuhören. Möglich ist es. Wer die Möglichkeit hat, Drogen zu konsumieren, aus Trotz gegen die Eltern, die Gesellschaft, oder aus anderen Motiven einen Weg beschreitet, sich selbst und immer mehr auch anderen Schaden zuzufügen, der hat auch die Möglichkeit, Nein zu sagen. Irgendwann hört der Spass auf - und wenn es soweit ist, entsteht vielleicht mit etwas Glück auch die Bereitschaft, endlich zur Besinnung zu kommen. Spass haben kann man auch ohne Drogen. Das ist eine Tatsache. Vielleicht muss irgend jemand das dem einen oder der anderen einfach mal sagen."] (Zitiert aus Methusalems Artikel)
Was soll ich sagen? Bin ja ganz deiner Meinung, Drogen sind nicht mein Leben, aber wie schon gesagt, du hälst mich wirklich für einen "Junkie". "Drogen" (Welch böses Wort...) "halfen" mir im Übrigen. Wie, da bin ich mir selber noch nicht sicher. Jedoch mache ich mir mehr Gedanken, als früher. Natürlich haben sie auch mal Stress gebracht, da stimm ich dir zu, aber meine Selbsterkenntis hat mich weitergebracht (weiter, als sie mich aufgehalten hat). Im Übrigen konsumiere ich weder aus "Trotz der Eltern" noch aus "Trotzde der Gesellschaft". Ich konsumiere für mich.
Vielleicht bin ich auch ein schlechter Mensch. Aber was ist schon schlecht... Wenn das Leben auf diesen Planeten wirklich in Einklang leben sollte, dann ist fast jeder Fleischkonsument ein schlechter Mensch, da er Tieren die Freiheit entzieht und auch an ihren Tod verantwortlich ist (Massentierhaltung). Auch wir, die im Wohlstand leben, schauen auch oft weg, wenn Obdachlose auf der Straße verhungern, wenn Menschen in der 3. Welt elendlich sterben.
Wenn man den Rassismus, Spezisismus, Nationalismus, Sexismus und die Herrschaft (Nicht zu verwechseln mit Gesetzen) abschaffen würde, wäre das Leben wohl so im Einklang. Jeder wäre so gut wie frei und Sachen wie Klischees und Vorurteile würden eine geringe Rolle spielen. Doch es sollte in friedlicher Kooperation mit den Mitmenschen gelebt werden. Das würde aber da enden, da gewisse Menschen nichts mit "Junkies" zu tun haben wollen.
Vielleicht verstehen ja manche, was ich damit meine... Vielen Dank
R.V. aus dem LdT
Kommentarnr 27 gepostet von R.V. am 3.05.2008 à 14h55
Zu R.V... Korrekturen sind erlaubt, eine Interpretation ist eben eine Interpretation und kann teilweise falsch sein. Ich unterscheide schon zwischen verschiedenen Formen des Drogengebrauchs, Missbrauchs und der Abhängigkeit. Also wenn mit "Junkie" ein Heroinkonsument gemeint ist, der nicht auf Blech raucht sondern die Spritze benutzt, dann sind die Halluzinogene schon etwas anderes. Grundsätzliche Probleme sind trotzdem immer wieder ähnlich. Wichtiger ist mir jener Zipfel, der in Richtung "Lebensbejahung" geht - denn langfristig führt er immer von Drogen weg. Ich habe auch einige Leute kennen gelernt, die nach jahrelanger Abstinenz ihr ganzes Leben umgekrempelt haben. Manche sind tatsächlich auch Vegetarier geworden, leben bewusster, machen sich über viele Dinge Gedanken. Fest steht, dass man auch ohne Drogen zur Selbsterkenntnis kommen kann - wenn ich davon ausgehe, dass Drogen als "Gefühlsverstärker" wirken können, bringen sie nichts zum Vorschein, was nicht unterschwellig schon da war. Eine meditative Haltung, sich Zeit und Raum lassen, um das, was sich an Erkenntnissen anbahnt, an die Oberfläche kommen zu lassen, das hat vermutlich denselben Effekt. Zumindest habe ich nie gehört, dass der Verzicht auf Drogen einen "Erkenntnisstop" ausgelöst hätte, eher im Gegenteil. Tja, die gewissen Leute, die nichts mit "Junkies" zu tun haben wollen, die gibt es tatsächlich. Mein Anliegen ist ein anderes - jene zu unterstützen, die davon wieder loskommen wollen. Manche schaffen es allein, es gibt aber einen Punkt, an dem es ohne Hilfe von aussen nicht mehr möglich ist. Es gibt da noch so ein Thema... "Herrschaft abschaffen" - vielleicht sagt Dir der "herrschaftsfreie Diskurs" etwas (Habermas). Oder ein Begriff wie Basisdemokratie. Oder Bakunin. Oder der Spruch "keine Macht für Niemand". So nebenbei habe ich auch eine Zeit lang Soziologie studiert. Herrschaft lässt sich nicht so einfach abschaffen und dass es mit Gewalt auch nicht geht, zeigt die Geschichte der RAF sehr deutlich. Was übrigbleibt ist eine pragmatische Haltung, die sich mit viel Mühe und ganz langsam um mehr Demokratie, mehr Gerechtigkeit und den Abbau von Vorurteilen bemüht. Irgend etwas in dieser Richtung könnte dem Frust über so manches, das auf der Welt schief läuft, eine konkrete Form sinnvollen Engagements geben. Freiheit! Welch ein grosses Wort. Wenn Drogenkonsum zur Abhängigkeit wird, ist es aus mit der Freiheit. Und manchmal bringt erst die zufallende Zellentür die Einsicht, dass die Idee, nach Freiheit zu suchen, nicht schlecht, der Weg über Drogen aber letzten Endes kein guter Weg wahr. Setze einfach Deine Gedankengänge fort... wenn die Irrtümer, vor denen niemand jemals ganz sicher sein kann, sich langsam auflösen, wird Platz für die Wahrheit. Und dann zeigt sich auch ein Weg. Im günstigen Fall verlieren Drogen bald ihre Bedeutung, sie werden unwichtig, Begleiterscheinung einer vergangenen Epoche. Das wäre das Beste, was Dir passieren kann: einen Weg zu verlassen, der für manche tödlich endet. Für den Fall, dass Dir das Leben eben doch etwas bedeutet. Also: mach was draus. Was ich darüber denke, ist letzten Endes gleichgültig: es ist Dein Leben.
Vielleicht versteht ja so mancher, was ich damit meine Vielen Dank
R.G., den das Leben immer wieder und gelegentlich recht unsanft in die Realität geworfen hat
Kommentarnr 28 gepostet von
Methusalem am 4.05.2008 à 00h20
Die Erfahrung, dass "eine meditative Haltung, sich Zeit und Raum lassen, um das, was sich an Erkenntnissen anbahnt, an die Oberfläche kommen zu lassen", denselben Effekt hat, kann ich bestätigen.
Vgl. dazu http://winfried.schley.over-blog.net/article-17004182.html .
Auch ich bin überzeugt davon, dass Drogen als "Gefühlsverstärker" nur zum Vorschein bringen, was unterschwellig schon da war.
Ich verstehe, Methusalem, dass du auch nur helfen willst und das find ich gut. In vielen deiner Punkte kann ich dir zustimmen (In deinem letzten Kommentar), denn ich kenne auch Leute, denen auch geholfen werden muss.
Ich bin für einen verantwortungsvollen Konsum, egal bei was. Doch Leuten, die wirklich an der Spritze hängen, einen Tag ohne Gras nicht können oder auf Feiern nur sein können, wenn sie betrunken sind oder sich Tabletten reingeschmissen haben, sollte klar gemacht werden, dass das so nicht weitergehen kann. Ohne Bezug zur Realität kann nichts verändert werden!
Das Leben kann grausam und schlimm sein, aber ich glaube in der heutigen Zeit kann es eben auch NUR schön sein, wenn man sich bemüht! Und dafür sollten wir alle Sorgen (Denn ich schätze daraus würden alle Menschen "Profit" ziehen ;-) ). Ich weiß, dass die Legalisierung von Cannabis womöglich nicht allzuviel an der Welt direkt ändern würde, aber eine Änderung der Gesellschaft (Zumindest in Deutschland jetzt) wäre wahrscheinlich drin.
THC macht nur im chronischen Konsum gleichgültig, ich jedenfalls hab bisher von dieser Gleichgültigkeit nichts gemerkt (Und andere Personen an mir auch nicht). Ein chronischer Konsum ist definitv nicht das, was ich durch die Legalisierung erreichen möchte, da diese Konsumart schon entweder in der Sucht ist oder kurz davor steht (Und das gilt nicht nur den "Drogen" und Alkohol...).
Was ich sonderbar finde, ist dass viele Leute wissen, dass wir für eine bessere Welt was ändern müssen, jedoch machen sie nichts und das bleibt auch dabei. Ich glaube, jemand, der Drogen verteufelt, sollte auch was für eine bessere Welt machen, damit es eben keine Probleme mit Drogen gibt (Da ich auch Leute kenne, die aus Frustration konsumieren). Drogen sollten entweder zum (verantwortungsvollen) Spaß, oder für mystische und spirituelle Hilfen konsumiert werden.
Ich streite keineswegs ab, dass Meditation z.B. auch wunderbare spirituelle Erfahrungen hervorrufen können, doch eine neue Ebene mit Halluzinogenen zu betreten ist meiner Meinung nach sehr interessant (Ich rede von Kombination mit Meditation, was ja auch z.B. bei Urvölkern der Fall ist). Solche Erfahrungen können jedoch riskant sein, da man als Unerfahrener was falsch machen könnte. Aber wenn man sie richtig macht, sind sie sehr wertvoll.
Vielen Dank
R.V. aus dem LdT
Kommentarnr 29 gepostet von R.V. am 4.05.2008 à 14h29
Achja, an den geehrten Administrator dieses Blogs: Warum diskutieren sie nicht mit? Vor allem, weil es jetzt wohl mehr und mehr um die "Moral" geht? Als Christ sollten sie viel Erfahrung besitzen, was das angeht. Mich würde Ihre Meinung sehr interessieren.
R.V. aus dem LdT
Kommentarnr 30 gepostet von R.V. am 4.05.2008 à 14h34
Echte Meditation besteht im Wesentlichen aus vier Schritten:
Der 1. Schritt gleicht dem beginnenden Ausatmen (= loslassen),
der 2. Schritt dem tieferen Ausatmen (= niederlassen).
Der 3. Schritt ist der kürzeste, aber der kostbarste Augenblick des ruhenden Verweilens kurz vor dem neuen Einatmen (= eins werden).
Der 4. Schritt gleicht dem Einatmen (= empfangen).
Hier trennen sich östliche und westliche Wege:
Der östliche Weg, vor allem im Buddhismus, versteht darunter ein Auflösen des Individuums in das Kosmische hinein, so wie z.B. ein Wassertropfen sich mit dem Meer vereint. Er bleibt Wasser,
verliert aber seine Identität als Einzelwesen.
Der westliche Weg, vor allem im Christentum, versteht darunter ein Neuwerden des Individuums durch ein Sichöffnen für Gott, so wie z.B. ein Eisenstück von Feuer durchglüht nach dem Abkühlen wieder
ein Eisenstück ist, aber eben irgendwie anders.
So geht der Viererschritt des Atmens im Christentum in etwa so: los von mir, hin zu DIR (= Christus), eins mit DIR, neu aus DIR.
Halluzinogene binden das Medium des Meditierens, nämlich den Körper des Meditierenden, an sich, beschlagnahmen ihn mit ihrer Wirkung, nehmen ihn somit gleichsam gefangen, statt ihn freizugeben.
Halluzinogene sind in diesem Prozess aus westlicher wie östlicher Sicht also vollkommen fehl am Platz.
Sehr interessant, also machen/machten es die Urvölker falsch? Wollen sie sagen, dass das Christentum und der Buddhismus das einzig wahre ist, also dass man es nicht anders machen kann?
Letzte Frage: Haben sie mal Halluzinogene genommen und das ausprobiert, denn sie reden komischerweise davon, als hätten sie verdammt viel Ahnung. Ich jedenfalls erkenne mich in vielen Dingen wieder, denn Halluzinogene spiegeln vieles des Unterbewusstseins wider.
Im Übrigen, Danke für die (schnelle) Antwort
R.V. aus dem LdT
Kommentarnr 31 gepostet von R.V. am 4.05.2008 à 19h01
Halluzinogene nehmen ist außerhalb meiner Vorstellungswelt. Mein christlicher Glaube geht davon aus, dass Gott jeden einzelnen Menschen gewollt hat und ihn im Laufe seines Lebens mit wechselnden,
aber bestimmten Aufgaben in dieser Welt betrauen wird. Dazu gehört eine unverwechselbare seelische Identität des einzelnen Menschen und nicht eine Abwandlung davon durch bewusstseinsverändernde
Substanzen. Vgl. http://winfried.schley.over-blog.net/article-14147853.html.
"Was ich sonderbar finde, ist dass viele Leute wissen, dass wir für eine bessere Welt was ändern müssen, jedoch machen sie nichts und das bleibt auch dabei. Ich glaube, jemand, der Drogen verteufelt, sollte auch was für eine bessere Welt machen, damit es eben keine Probleme mit Drogen gibt (Da ich auch Leute kenne, die aus Frustration konsumieren). Drogen sollten entweder zum (verantwortungsvollen) Spaß, oder für mystische und spirituelle Hilfen konsumiert werden."
Darauf wollte ich nochmal näher eingehen. Etwas für eine bessere Welt tun... das ist ein philosophisches Thema und in der Praxis alles andere als einfach. Ich glaube, dass die meisten Menschen viel zu sehr mit sich selbst und ihrer "kleinen Welt" zu tun haben, um "darüber hinaus" noch Zeit für echtes Engagement in irgend einem Bereich zu haben.
Herauszufinden, wo was wie geändert werden könnte, sollte, müsste... das ist schon eine Menge Denkarbeit. Und wenn ich dann wirklich etwas in Bewegung bringen will, brauche ich einen Rahmen, in dem ich entscheiden und handeln kann. Aber zunächst stellt sich die Frage: was ist denn eine "bessere Welt"?
Kommentarnr 32 gepostet von
Methusalem am 6.05.2008 à 23h02
Manchmal genügt die einfache Frage: "Wo werde ich gebraucht?"
Wunderbar, Herr Winfried Schley, aber ich denke, dass Leute, die selbstständig denken und nicht ihrer "Clique" oder ähnliches folgen, wissen, was sie tun. Von daher brauchen sie wohl keine Hilfe von Leuten, die denken, da unbedingt "zu helfen". Meistens artet dies in einem noch größeren Problem aus.
Ich hab schon genug über Sie gehört und glaube einfach, dass sie sich nicht überall einmischen sollten. Sie verbessern kein Leben. Sie sichern keine Zukunft. Vielleicht habe ich grad ihre moralisch positive Illusion vernichtet, aber jemand sollte dies ihnen mal sagen.
Kommentarnr 33 gepostet von R.V. am 24.05.2008 à 01h14
Worin besteht denn dieses größere Problem, wenn nicht darin, dass man vor den anderen nicht mehr Versteck spielen kann und endlich(!) ehrlich zu sich selbst sein muss?
:
Niemals in Gleichgültigkeit verfallen, unabhängig davon, was im Leben auf mich zukommt !
Ich interessiere mich für alles, was dem friedlichen Zusammenleben der Menschen dient.
Nur Feiglinge oder Leute, die ihr Hirn ausgeschaltet haben.
Den größten Kick kriegt man immer noch, wenn man sich dem Leben und der damit verbundenen Verantwortung stellt.
Wer Drogen nimmt, ist ein Wegläufer vor seinen Problemen, oder ein Mitläufer.
Wer Drogen nimmt, weil es "die anderen" ja auch tun, ist Schaf in einer Herde, aber keine Persönlichkeit.
Wer ohne Drogen keinen SPAß mehr empfindet, leidet an Wahrnehmungsstörungen oder ist schon kaputt.
Das Leben ist ein Geschenk und eine Herausforderung.
Wer sich wirklich darauf einlässt, hat Spaß und Droge genug!
Drogen, das ist was für Memmen, die sich nur mit Stoff großartig fühlen und ohne nicht genug zu bieten haben.
Meistens hauen sie dafür noch das Geld ihrer Eltern auf den Kopf, das sie gerne nehmen, obwohl sie deren Ratschläge ablehnen und offenbar keinen Respekt vor deren Lebenserfahrung haben.
Drogen machen doof, hässlich und ruinieren die Gesundheit.
Wer das "cool" findet, hat 'n Rad ab!
;o)
Bei den Präparaten stehen die schwersten Nebenwirkungen (Herzstillstand, Koma) im Beipackzettel. Wir werden uns darum kümmern, dass die Rezeptfreiheit aufgehoben wird!
Apotheker, die Jugendlichen das Zeug verkaufen, gehören vor den Kadi, weil es für Jugendliche unter 18 nicht gedacht ist (Packungsbeilage)!
Wie kann man nur so blöd sein, sich das Hirn wegzudopen....
Grüße, Dr. Höllering
Jetzt hat mich die "DHM-Sache" doch mal interessiert, und das vor der Mathe-Arbeit... Naja auf jeden Fall sollte am ASG noch viel mehr gegen DHm und alle andere Drogen gemacht werden, da ja mittlerweile Gerüchte kursieren, dass schon manche 8klässler drogenabhängig sind...
Viele Grüße
leider helfen Gerüchte niemandem weiter, noch machen sie jemanden gesund!
Hier hilft nur Vertrauen in außerschulische Fachleute. Doch zu denen kann man erst gehen, wenn Mitschüler mutig die Mauer des Schweigens brechen, gefährdete Schulkameraden gezielt darauf ansprechen und sie so zum Handeln zwingen. Alles andere ist falsch verstandene Solidarität.
Klar helfen Gerüchte nicht weiter, aber Ich finde man sollte das Thema an Schulen viel mehr behandeln, nicht nur im Bio-Unterricht schweifen. Was Sie ja schon einpaarmal veranstaltet haben, und zwar dass Sie ehemalige "Junkeys" eingeladen haben fand ich super und auch ausnahmsweise recht interessant ;-)
Aber wieso machen Sie das nur für Ihre Religionsklasse und nicht für die ganze Schule?
Da wird es sicher viele geben die unter dem Vorwand "Wird bestimmt lustig" oder "Hauptsache 'ne Stunde fällt aus" hingehen werden, aber wahrscheinlich werden die meisten danach anders über Rauschmittel insbesondere über das scheinbar harmlose DHM denken.
Viele Grüße,
Tino
PS: Ich weiß, es hat nichts mit dem Thema zu tun, aber wenn ich Ihnen hier schon schreibe... Dürfen wir am Mittwoch bei der KA die Formelsammlung verwenden?
Aber die Idee mit der Drogenberatungsstelle finde ich auch nicht schlecht, aber es sollte auch zur Vorsorge an der Schule etwas unternommen werden.
Gr. T
In der Regel gilt leider: erst dann, wenn es zu schwerwiegenden Folgen gekommen ist und Kontrollverlust auftritt, ist die Motivation zur Therapie gegeben. Präventionsarbeit in der Schule ist wichtig und sinnvoll - denn oft ist ja gar nicht bekannt, was da so alles passieren kann...
lg Methusalem
Im Rückblick finden die Exstasykonsumenten das Pseudogefühl von "ich hab euch alle lieb und ihr seid je alle so toll" ziemlich albern. Grund genug, auch darüber nachzudenken, was Freundschaft wirklich ist, was "echte" und was "gemachte Pseudogefühle" sind. Die Erfahrung, dass Drogenfreunde keine echten Freunde sind, weil es früher oder später nur noch um den "Stoff" geht, kann man selbst machen - oder sich ersparen...
Was ist das für ein gequirlter Schwachsinn???
In unserer heutigen Welt ist es wahrlich schwer geworden ohne Drogen glücklich zu sein und Spass zu haben, es sei denn mensch kommt gut mit der Vorstellung klar, dass andere Menschen für den Wohlstand und das in gewisser Weise damit zusammenhängende Glücksgefühl der westlichen Welt leiden. Diese Dinge ohne Drogen auszublenden ist nicht gerade einfach und ich kann Leute die ab und zu zu Drogen greifen gänzlich verstehen, wenn sie diese nehmen um Abstand zu bekommen von den Grausamkeiten unserer Zeit (http://video.google.com/videoplay?docid=3664359489218547625).
Wer sich jedoch im Alltag überhaupt nicht um solche Dinge kümmert sollte sich mal Fragen ob er/sie in seinem Leben nicht eine gewisse Aufgabe hat (nein, keine religiöse, eher eine moralische), außerdem schadet eine gewisse Ernsthaftigkeit keinem Leben.
Trotzdem möchte ich mich gegen jegliche Art synthetischer Drogen aussprechen, jedoch kann man diese nicht verbieten solange sie noch produziert werden, dies wäre auch in der heutigen Zeit in der die persönliche Freiheit des Menschen in den Hintergrund gerückt ist, ein zu großer Eingriff in diese. Gleichzeitig möchte ich mich für die Legalisierung jeglicher Naturprodukte einsetzen, da es nicht sein kann, dass der Staat sich mit dem Verbieten des Anbaus von Pflanzen jeglicher Art über die Natur stellt!!!
in gewisser Weise kann ich das Bemühen verstehen, mit Drogen der Welt zu entfliehen bzw. all die unangenehmen Dinge zu ertragen, mit denen man so konfrontiert wird. Aber aus der Erfahrung als Suchttherapeut sage ich klar und deutlich, dass das "Drogenglück" sehr kurzfristig ist und langfristig nur noch mehr Probleme bereitet. Hat sich die Abhängigkeit erst einmal entwickelt, gibt es kein Zurück mehr - dann bleibt nur die Abstinenz und die ist nicht leicht zu erarbeiten. Und auch die "harmlosen" Biodrogen können im Einzelfall Psychosen auslösen oder ernsthafte Probleme bereiten, wenn man nicht ganz genau weiss, was man da tut und wie hoch welche Substanzen dosiert werden dürfen. Alles, was auf dem Schwarzmarkt angeboten wird, ist in undurchschaubarer Menge dosiert, manchmal sind bewusst härtere Drogen eingemischt, um den Übergang zu Kokain oder Heroin vorzubereiten. Je länger ich mich damit beschäftige umso klarer ist meine persönliche Entscheidung: ich verzichte! Musik zu machen oder anderen Hobbies nachzugehen, etwas Sinnvolles tun, das Bestand hat, Konstruktiv wird, das gibt auch einen "Kick" - ist aber viel wertvoller. Und bei allem Frust, den ich manchmal in der Schule hatte... bin ich dankbar für den Abschluss, der mir wesentlich mehr Möglichkeiten eröffnet als es ohne Schulabschluss geben würde. Es gibt auch ohne Drogen genug Probleme in der Welt - Probleme, die einen wachen Geist erfordern. Menschen, die zugedröhnt in der Ecke herumliegen, können nichts verändern - sie verschwenden ihr Potential und werden langfristig einsam und unglücklich dabei. Als Therapeut soll ich dann wieder zurechtbiegen, was jahrelang schief gegangen ist? Das ist ganz schön schwierig...
Wenn Dich etwas stört in der Welt, dann steh auf und bemühe Dich darum, etwas zu verändern... das kann Jahre, Jahrzehnte dauern, wird vielleicht ein sehr kleiner, aber wichtiger Beitrag sein. Drogen stehen dabei nur im Weg!
lg Rolf
Genau das meinte ich damit, dass Lebenserfahrung keinen Stellenwert mehr bei euch hat.
Glaubst du im Ernst, dass das Leben vor 50 Jahren besser war? Es war anders, aber es hat zu jeder Zeit genug gegeben, wogegen man sich wehren oder für das man kämpfen musste.
Das wurde nicht erst für euch erfunden um euch zu ärgern.
Glaubst du im Ernst, dass das Leben leichter wird dadurch, dass man "Abstand" davon nimmt?
Ganz im Gegenteil! Jede Art von Drogen zieht Kraft.
Und glaubst du, dass wir etwas dazu sagen würden, wenn wir nicht wüssten, wie leicht man Drogen-Karriere machen kann?
Sich den Aufgaben zu stellen, die das Leben bietet, und wenn man nur ehrenamtlich versucht, die Welt ein bisschen besser zu machen, das gibt Kraft.
Und da sprechen die (ich), die schon ein bisschen mehr Leben hinter sich haben als du, aus Erfahrung.
Wenn wir uns keine Gedanken mehr über euch machen, seid ihr uns egal. Willst du das?!?
Das ganze hier wird zu einer Grundsatzdiskussion, auf die ich im Internet noch weniger Lust habe als normal, deshalb gehe ich jetz nur auf einen Punkt ein,
und zwar ist es doch irgendwie absurd, dass ich mein Leben lang Engelstrompeten essen darf, die schon in geringen Mengen starke und lang anhaltende Halluzinationen hervorrufen, jedoch darf ich nicht ungestraft einmal im Jahr mit einem Joint im Park sitzen. Und dieser Punkt zeigt deutlich mit welcher Willkür unser Staat handelt, das ist es was mich nervt, ich will keinen Staat der mich bevormundet, der sagt das darf man und das nicht, das ist nicht der Grund warum es einen Staat gibt, sonst würden wir alle lieber in Anarchie leben. Es gibt wichtigere Aufgaben als ein paar Kiffer zu schikanieren!!!
es mag sein, dass es zu einer Grundsatzdiskussion wird... aber vielleicht ist gerade das wichtig und sinnvoll. Ich denke, dass es sogar sehr wichtig ist - und ich bedauere die vielen heissen Diskussionen nicht, die mir in meiner Jugendzeit sehr viel Einsichten und Verständnis gebracht haben. Die Drogenproblematik steckt voller Widersprüche, das zeigt sich auch am Beispiel Alkohol, ebenfalls eine Droge, aber eben legal.
Haarsträubende Dinge sind manchmal möglich und legal, andere vergleichsweise harmlose Dinge werden dagegen verfolgt und bestraft. Verstehe ich das Gesetz als den verweifelten Versuch, Gerechtigkeit zu schaffen, zeigt sich bald die Fragwürdigkeit des Bemühens und damit auch eine kritische Haltung dem Gesetz gegenüber. Trotz allem ist es eben eine Grunsatzentscheidung - wenn ich mich nicht ständig mit der Staatsgewalt anlegen will, muss ich mich eben an die Gesetze halten - ob es mir nun im Einzelfall immer passt oder nicht. Engelstrompeten zu verbieten würde auch nicht sehr viel bringen - denn oft ist es ja gerade der Reiz des Verbotenen, der manche dazu bringt, es erst recht auszuprobieren. Es ist auch ein großer Unterschied, ob jemand einmal im Jahr einen Joint raucht oder 10 Gramm Cannabis pro Tag konsumiert - die Schwierigkeit ist aber auch, eine exakte Grenze zu bestimmen, an der der "harmlose Gebrauch" in Missbrauch und schließlich in Abhängigkeit übergeht. Mal ganz abgesehen von der Frage, was erlaubt ist und was nicht, stellt sich die persönliche Frage, was "gesund" und was eben gefährlich ist. Frage Dich, welche Motive eine Rolle spielen, wenn es um Pilze oder Cannabis geht. Es gibt eben auch andere Wege zu besonderen Erlebnissen und andere Wege, um ruhig und gelassen zu werden. Frage Dich, was langfristig der bessere Weg ist - und entscheide selbst, wieviel Dir Deine Freiheit wert ist. Was Dich in Abhängigkeiten führen kann, nimmt Dir Deine Freiheit, ob es nun legal ist oder nicht. Manche erkennen erst sehr spät, dass der alte Hippiespruch "high sein, frei sein" eine Illusion ist. Andere sagen "ich hätte nie gedacht, dass der Alkohol eine solche Macht über mich ausüben kann". Solche Erfahrungen kann man zur Kenntnis nehmen oder auch nicht - aber es lohnt sich sicher, mal in aller Ruhe darüber nachzudenken.
lg Rolf
Nun.
Seit Anbeginn der Menschheit gehörten Rauschmittel immer zu unserem Leben. Das Spirituelle, die Öffnung zur einer höheren Sphäre oder einfach dieses Gefühl, für einen kurzen Augenblick das wirklich Wichtige zu sehen ist für viele Personen von großer Bedeutung. So auch für mich.
Ich konsumiere selbst diverse psychoaktive Substanzen schon seit längerer Zeit. Und nein, ich bin kein körperliches und psychisches Wrack. Nein, ich nehme diese Substanzen nicht um dieser Welt zu entfliehen oder mir eine schönere zu erschaffen. Nein, ich bin nicht arbeitslos, arm und/oder asozial. Genauso wenig fühle ich mich durch den Konsum cool oder ähnliches.
Rauschmittel sind für mich Schlüssel, die mir die Welt aus einem anderen Blickwinkel zeigen. Sie öffnen Tore in Dimensionen, die unserem rationalen Verstand verschlossen bleiben. Wie viele andere auch - habe ich Dinge gesehen, Gefühle gefühlt, Emotionen gespürt, grundlegende Wahrheiten erfahren die mich in meinem Leben, meiner Entwicklung als Mensch, enorm weitergebracht haben
Ich Konsumiere selbst kein DHM. Doch finde ich es verständlich das Bedürfnis zu haben jene Substanz einmal probieren zu wollen. Was ist daran so verwerflich? Es wirkt in der Tat abschreckend zu lesen, dass Menschen ein Medikament überdosieren um einen Rauschzustand zu erreichen. Nur sollte man sich mal fragen warum diese Personen dies tun. Sicherlich nicht um die besagten Nebenwirkungen zu verspüren. Wenn Menschen psychotrope Substanzen konsumieren, tun sie dies um die positiven Wirkungen zu erfahren. Niemand würde DHM (oder eine andere Substanz) konsumieren um sich danach schlechter zu fühlen.
Des weiteren existiert dieser Medikamentenmissbrauch nur deshalb, da alle brauchbaren Rauschmittel verboten wurden. Nehmen wir mal an man könnte in Apotheken psychoaktive Pilze, LSD, MDMA oder Meskalin legal kaufen. Würde dann noch jemand ein Medikament missbrauchen und die Risiken von oben genannten Nebenwirkungen in Kauf nehmen? Sicher nicht.
Warum ist man als Rauschmittelkonsument automatisch ein Feigling, ein Mit- oder Wegläufer oder gar ein Mensch mit besonders großen Problemen? Ja, Frau Madame Federkiel, Sie sind gemeint!
Ich verstehe diese Gesellschaft nicht. Auf der einen Seite sehe ich die Menschen, die - illegalerweise - Rauschmittel genommen haben und dann friedlich und fröhlich feiern, die das Leben genießen und ihre Mitmenschen lieben.
Und dann sehe ich die Leute, die - gesellschaftlich toleriert und legal - sich besaufen, abstumpfen und randalieren.
Denkt mal drüber nach. Insofern manche, welche hier geantwortet haben überhaupt dazu fähig sind...
Falls es jemandem aufgefallen sein sollte: Ich habe in meinem Text kein einziges mal das Wort "Droge" benutzt, da dieser Begriff in unserer Gesellschaft meist nur mit negativen Dingen behaftet ist.
So long...
Der Spezialist aus dem LdT
Denn Die spirituelle Grenzerfahrung ist, trotz dem schlechten Ruf, von verdammt hohem Niveau. Daher bringt es auch viele Gefahren mit sich mit und sollte niemals unterschätzt werden!
Madame Federkiel, beim ersten Kommentar musste ich lachen, denn das klang schon fast wie eine Propaganda-Sendung. In Ihrem Kommentar gibt es gravierende Denkfehler. Sie gehen davon aus, dass der Konsument entweder ein "Junkie" ist oder ein Mitläufer. Wie wäre es mit Personen, die das zum Spaß nehmen? Sie sollten auch beachten, dass Alkohol auch zu den "Drogen" gehört. Und da gibt es auch viele Leute, die auch mal am Wochenende zum Spaß was trinken. So auch mit den anderen Rauschmitteln. Sie gehen eindeutig von Klischees aus, was darauf hinweist, dass Sie eher wenig Ahnung besitzt. Ach ja...
"Drogen machen doof, hässlich und ruinieren die Gesundheit."
Wie sagt man so schön? You made my day! ;-)
Ich zitiere Friedemann:
"Was ist das für ein gequirlter Schwachsinn???"
Dr. Frauke Höllering, jetzt mal ganz ernsthaft, glauben sie, dass ihr was damit erreichen werdet, wenn diese Medikamente nicht mehr rezeptfrei erhältlich sind? Es gibt genug andere Methoden an so etwas ranzukommen. Synthetische Drogen kann man überraschenderweise auch synthetisch herstellen und es gibt genug Leute, die das machen würden. Im übrigen wäre es der Reinstoff und somit hochwertiger (Falls nicht verunreinigt). Nicht vergessen, die Menschen haben schon geschafft Koks, Crystal, DOM und viele andere Sachen synthetisch zu rekonstruieren.
Doch wenn es wirklich schon so weit kommt, dass 8 Klässler von dem Zeug abhängig sind, dann wäre es wohl besser so, die Medikamente als rezeptpflichtig einzustufen.
@Methusalem
Alles, wirklich ALLES kann man mißbrauchen und von allem kann man abhängig werden. Ich kenn Leute, die von Schokolade wirklich abhängig geworden sind. Ich schätze, wir sollten Schokolade verbieten ;-)
Aber wie du schon sagtest, gäbe es keinen Reiz des Verbotenen, würden auch viele Jugendliche weder etwas ausprobieren noch überhaupt darauf kommen, da vor allem die meisten Rauschmittel in den Medien hoch bekannt sind und hoch verteufelt werden.
Was "Richtiges" oder "Falsches" gibt es jedoch nicht. Jeder sollte für sich selber wissen, was für Resultate und natürlich auch Konsequenzen er aus seinem Handeln zieht. Ich verteufel nichts hier. Ich animier hier auch nicht zum Konsum. Doch ich danke auch Dem "Spezialisten", da er die perfekte Ergänzung abgibt.
Jetzt möchte ich noch was sagen: Alkohol ist ein Nervengift, genau wie Nikotin. Viele der Synthetischen Drogen wirken ab einer gewissen Menge toxisch und von Sachen wie Engelstrompete möchte ich gar nicht anfangen. THC z.B. ist kein Nervengift. Überdosis kann überall passieren, sogar bei Karotten (Vitamin A). Doch wenigstens bei THC scheint es bisher noch keine Fälle von THC-Toten zu geben, anders wie z.B. beim Alkohol.
Doch eines sollte ein Sozialpädagoge wissen:
"Man kann mit Jugendlichen nur über Drogen diskutieren, wenn sie 2 Dinge wissen:
1. dass Drogen Spaß machen und
2. dass Drogen gefährlich sind." (Drum ist vor allem das erste Kommentar purer Schwachsinn)
R.V. aus dem LdT
Wer so etwas wirklich erleben möchte, dem empfehle ich Schweige-Exerzitien, z.B. in einem Kloster, und das mindestens 10 Tage lang.
Als langjähriger Musikveranstalter in den 70gern habe ich natürlich keine Erfahrung, weder mit Alkohol noch mit Drogen.
Dein Alter "The Specialist"würde mich sehr interessieren! Der Charakter der Sucht ist, dass sie den Willen der Person auf die Droge zu verzichten, als erstes außer Kraft setzt.
Nehmen wir mal an, dass die von dir konsumierten Drogen keine negative Wirkung auf DEINE Gehirnfunktionen und deine Psyche hinterlassen haben. Wieso stellst du Drogen für ALLE gleichermaßen als unbedenklich hin?
Das kann nur jemand, der völlig verantwortungslos ist, seine eigene Sucht rechtfertigen möchte oder vom Verkauf profitiert!
Schließlich sind die Menschen und ihre persönliche Situation sehr unterschiedlich.
Drogen greifen nicht nur in die Funktionen von Hirn und Körper ein, sie verändern diese Funktionen auch.
Z.B. "ersetzen" sie die Produktion von Endorphinen die uns gute Laune machen, und der Körper produziert sie dann nicht mehr. Also ohne Droge nur noch miese Laune.
Sie greifen in den Hormonhaushalt ein und dann ist Schluss mit Lust!
Zitat Doris Höpner(Ärztin)
"Unterschiedliche Suchtstoffe haben unterschiedliche Wirkungen auf die Persönlichkeit. Das hängt unter anderem auch von der Pharmakologie ab.
Eines aber haben alle Suchtstoffe gemeinsam: dass sie im Falle der Abhängigkeit zum Mittelpunkt des Lebens eines Abhängigen werden. Eigentlich dreht sich irgendwann alles nur noch um das Suchtmittel. Wann und wie es genommen werden kann, wie es besorgt wird, woher das Geld dafür kommt, was machen dass es nicht auffällt, usw. Der eigene Körper, Hygiene, Beziehungen, Verabredungen, Pflichten kommen dann an nachrangigern Stellen."
Sucht müsste eigentlich "sucht" heißen, weil Menschen auf der Suche sind, die bei Drogen welcher Art auch immer landen.
Nur was sie dann mit Drogen finden ist in vielen Fällen der soziale Abstieg bis hin zum Verlust ihrer gesamten Persönlichkeit.
Die 16jährige, die auf Trip aus dem dritten Stock mit einem Schrei vor meinen Füßen landete, konnte mir nicht mehr sagen, ob sich der Flug so gelohnt hat, dafür sein Leben zu opfern. Ich sah nur noch nackte Angst im Blick und das Blut aus dem Mund laufen.
Mein Mitarbeiter, der in seiner frühen Jugend ordentlich bei Drogen zugelangt hatte, war mit 35 Jahren geistig vergreist.
In den 30ger Jahren, als bei Künstlern und Intelektuellen Opium und Kokain "in" war wg. der "Bewusstseinserweiterung", siechten die meisten nach einem ziemlich kurzen Leben sehr elend dahin.
Deine Aussage beinhaltet: Ärzte und Psychologen lügen. Die Zahl der Drogenkrüppel und -toten gibt es nicht und die Erde ist eine Scheibe.
Übrigens, ich provoziere gerne, wenn es der Diskussion dient und an den feigen "Z" gerichtet: ich lebe gerne und wahrscheinlich noch ziemlich lange, oder soll ich das als Drohung von dir verstehen?!ich zitiere nur
Herr Federkiel
scary very scary here
rieche ich fanatismus
Gut finde ich vor allem dass der Faktor Spaß in die Diskussion gebracht wurde, denn ist der Spaß, das Glück, die Begeisterung, die Fröhlichkeit... das wonach wir alle streben und wofür wir kämpfen sollten.
Damit soll aber nicht gemeint sein, dass mensch in Zukunft nur im Aldi einkauft um Geld zu sparen um sich so irgendwann seinen Traum zu erfüllen. Vielmehr sollten wir das Ganze betrachten, nicht also einen Menschen(wie häufig sich selbst), eine Nation, eine Rasse, eine Religion oder eine Menschheit in den Mittelpunkt stellen. Die Welt sollte im Mittelpunkt stehen, mit all ihren Pflanzen und Tieren und um diese Ganzheit zu überblicken sind "bewusstseinserweiternde" Substanzen nützlich.
Auf dass alle im Einklang mit allem glücklich werden....
Wer Halluzinationen als "Bewußtseinserweiterung" bezeichnet, hat nichts gepeilt und sitzt schon auf dem Zug nach Nirgendwo.
Ich habe ein sehr buntes Leben bisher geführt, außergewöhnlich viel Glück gehabt in meinem Leben und das ist der einzige Grund, weshalb ich Menschen helfen möchte, bestimmte Erfahrungen nicht machen zu müssen.
Dazu gehört, sie vor Wegen zu warnen, bei denen sie irreparable Schäden davontragen können. Ich habe in den 70gern Konzerte veranstaltet und selber in einer Band gesungen. Wir haben alle Drogen zur Verfügung gehabt und ich habe viele gute Leute verrecken sehen und die, die das überlebt haben, laborieren heute an den Folgeschäden.
Ihr könnt selbstverständlich machen, was ihr wollt, aber ihr sollt euch nie beschweren, man hätte euch nicht gewarnt.
Sehr geehrte Frau Federkiel,
warum behaupten sie wir würden uns nicht trauen es mit dem “wirklichen” leben zu versuchen?
Warum behaupten sie wir würden uns keiner Verantwortung stellen?
Ich habe viel Verantwortung. In meinem Beruf, sowie in meiner Freizeit.
Sie differenzieren Alkohol von Drogen. Ein Beweis für mich, dass sie sich mit der gesamten Thematik überhaupt nicht befasst haben. Ihre Meinungen und Argumente (wenn man das so nennen kann) basieren auf Vorurteilen und der Ansicht der breiten Masse hier in diesem Land. Fakten zählen wenig, Schlagworte viel.
Sie unterstellen mir penetrant, dass ich von irgendetwas abhängig sei, was in keiner Weise zutrifft. Ich bin für einen verantwortungsvollen Umgang mit Rauschmitteln. Ja, zuviel von besagtem ist schädlich und kann Suchtverhalten erzeugen. Das bedeutet aber nicht, dass es jedem Konsumenten so ergehen muss. Schon gar nicht bei moderatem Konsum.
Zitat:
„Nehmen wir mal an, dass die von dir konsumierten Drogen keine negative Wirkung auf DEINE Gehirnfunktionen und deine Psyche hinterlassen haben. Wieso stellst du Drogen für ALLE gleichermaßen als unbedenklich hin?“
Sie legen mir Aussagen in den Mund, welche ich so nie aussprach.
Ich habe niemals behauptet alle psychoaktiven Substanzen seien unbedenklich. Wo soll ich dass geschrieben haben? Mit ausreichend Informationen und dem nötigen Respekt kann man die Gefahren minimieren und so einen größtenteils unbedenklichen Rausch genießen. Vorausgesetzt der Konsum bleibt in einem gewissen Rahmen.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass meine Gehirnfunktionen nicht auf alle Menschen übertragbar sind. Was anderes habe ich auch nie behauptet. So wird sich das Rauscherlebnis auch meist unterscheiden.
Sie unterstellen mir völlige Verantwortungslosigkeit und/oder Handel mit irgendwelchen Substanzen. Vielen Dank dafür. Kommentieren werde ich das nicht.
Zitat:
„Schließlich sind die Menschen und ihre persönliche Situation sehr unterschiedlich.“
Stimme ich Ihnen zu.
Zitat:
„Drogen greifen nicht nur in die Funktionen von Hirn und Körper ein, sie verändern diese Funktionen auch.“
Stimme ich Ihnen teilweise zu. Es kommt immer auf die Dauer und Häufigkeit des Konsums an. Bei exzessivem gebrauch kann das durchaus der Fall sein. Bei gelegentlichem eher weniger bis gar nicht. Die Dosis macht bekanntlich das Gift.
Zitat:
„Sie greifen in den Hormonhaushalt ein und dann ist Schluss mit Lust!“
Quelle? Diese Aussage ist pseudowissenschaftlich und somit nicht haltbar. Meiner Ansicht nach ein an den Haaren herbeigezogenes Argument.
Den Aussagen der Ärztin stimme ich größtenteils zu. Allerdings wird das Wort „Suchtstoffe“ benutzt. Eine Verallgemeinerung, welche ich ablehne. Nicht alle Rauschmittel sind gleichzeitig Suchtstoffe, warum auch? Basiert wieder auf Unwissen. Des weiteren wird davon ausgegangen, dass jegliche Einnahme psychotroper Substanzen fast schon zwangsläufig eine Abhängigkeit hervorruft. Ist das eigentlich Ihr einziges Argument?
Zu der 16 Jährigen, welche sich scheinbar auf einem schlechten Trip befand und sich aus dem Fenster stürzte:
Das ist ein Einzelfall. Ich nehme an sie haben von dem Begriff „Tripsitter“ noch nie etwas gehört, dennoch werde ich Ihn verwenden. Besagter fehlte offensichtlich bei dem Vorfall. Jene Tripsitter sind dafür gedacht, dass solche Dinge nicht passieren. Sie passen auf die Berauschten auf, beruhigen sie ggf. Außerdem ist davon abzuraten im Alter von 16 Halluzinogene zu konsumieren. Es war ganz einfach ein Mangel an Aufklärung. Wissen sie überhaupt welche Substanz das Mädchen einnahm?
In den 30ger Jahren war allgemein nicht viel bekannt über Opium oder Kokain. Die meisten Konsumenten waren sich über mögliche Gesundheitsrisiken und/oder dem Abhängigkeitspotenzial nicht bewusst.
Zitat:
„Deine Aussage beinhaltet: Ärzte und Psychologen lügen. Die Zahl der Drogenkrüppel und -toten gibt es nicht und die Erde ist eine Scheibe.“
NIEMALS habe ich das behauptet, noch beinhalten meine Aussagen derartiges. Ihre Argumente entbehren einfach jeder Empirie. Sie sagen, dass Sie noch nie mit psychoaktiven Substanzen (oder in Ihrem Jargon „Drogen“) in Berührung gekommen sind und predigen lang und breit wie schlecht sie doch seien und betonen nur die negativen Aspekte. Für mich ist solch ein Verhalten einfach nur blind und arm.
Ich bin im Übrigen bewusst nicht auf ihre Frage bezüglich meines Alters eingegangen, da dies wahrscheinlich für Sie nur Anlass wäre, um weitere Kritik zu üben.
Mit vorzüglicher Hochachtung.
Der Spezialist
So unbedenklich Alkohol scheint, eine ungefestigte Persönlichkeit gerät leicht in Abhängigkeit, weil Alkohol ihn enthemmt.
Sie aber werben völlig verantwortungslos für den Missbrauch von Drogen, uneingedenk der Tatsache, dass Menschen total unterschiedlich darauf reagieren, weil das von ihrer Konstitution, von ihrer Persönlichkeitsstruktur und anderen Faktoren abhängt. Das können sie keinesfalls durch die "richtige Technik" beeinflussen und deshalb unbeschadet beherzt zu Drogen greifen.
Dazu könnte ein Facharzt aber sicher besser etwas sagen, als ich, die nur die Auswirkungen beobachtet hat.
Unter dem Motto "Mir hat das nix getan, also ist der Konsum dieser Droge unbedenklich!" spielen Sie hier den Rattenfänger.
Ich habe Sie nicht ohne Grund gefragt, was Sie davon haben?! Finden Sie es toll, wenn Sie Menschen so beeinflussen können, dass ihr Leben aus dem Ruder läuft und sie eventuell irreparable Schäden davontragen? Genießen Sie dann die Macht, die sie über diese Menschen empfinden?
Ich weiß, dass sich im Internet ALLES rumtreibt, sogar Leute, die andere zum gemeinsamen Selbstmord anstiften und selber genussvoll abwarten, was passiert.
Unterm Deckmäntelchen der Anonymität sind Feiglinge richtig stark!
Das Thema ist wirklich sehr umfassend - im Grunde müssten die einzelnen Substanzen wirklich getrennt diskutiert werden. Dem Thema Schokolade habe ich mich übrigens auch schon ausführlicher gewidmet... wer es wirklich ernst meint und sich genau informieren will... in meinem Blog und den entsprechenden Links finden sich viele Hinweise.
lg Dipl.-Psych. Rolf Grießhammer alias Methusalem
Vielen Dank
R.V. aus dem LdT
Warum begehen viele Leute Selbstmord? Wegen der Gesellschaft. Wegen anderen Menschen. Es gibt wohl kaum Leute, die Selbstmord begehen, weil sie kein Stoff mehr haben. Aber Leute, die ihnen immer wieder versuchen klarzumachen, dass er krank, süchtig und total KAPUTT ist, sind dran Schuld!! Diese immense DUMMHEIT und INTOLERANZ ist auf der ganzen Welt, in der ganzen verfluchten Gesellschaft!
Jeder Mensch will nur seinen Spaß, doch die Menschheit gibt dieser Person nicht die Freiheit, den Spaß auszukosten, in dem Falle: Drogen. Aber nein, Alkohol und Nikotin sind keine Drogen. Das sind ja Nervengifte...
Es gibt auch Leute, die konsumieren, jedoch wissen, dass es gesundheitsschädlich ist. Aber es ist ihnen gleichgültig, weil sie keine Lust mehr haben.
Vielleicht gehöre ich zu dieser Gruppe. Noch bevor ich das erste mal Kontakt zu Drogen hatte, hielt ich nichts vom Leben. Ich propagiere Selbstmord und habe auch kein Problem damit, das hier zu sagen. Und ich glaube, viele Leute sollten mal Selbstmord ausprobieren, da wäre die Welt wohl schöner.
Bewusstseinserweiternd wirken Halluzinationen so, dass man anfängt Dinge zu verstehen oder sich über Dinge Gedanken zu machen. Aber es hat viel mit der Psychologie zu tun.
Das tat gut, hier zu sagen, dass ich jeden hasse...
Ein hoch auf diese Gesellschaft, die mehr Wert auf Klischees und Vorurteile setzt, als auf Fakten! Vielen Dank!
R.V. aus dem LdT
http://www.lebensgestaltung.over-blog.com/article-19247015.html
Ich sagte schon, dass ich meine Einstellung vor dem ersten Kontakt mit Drogen hatte. Das "Land der Träume" hat nichts damit zu tun, genauso wenig wie andere Leute, die Drogen konsumieren. Ich jedenfalls kenne wenig Leute, die konsumieren und die gleiche Einstellung teilen. Natürlich, alles hat einen Einfluss, wenn auch unterbewusst. Aber auf dem LdT sind eher weniger Leute, die so sind wie ich. Im Übrigen haben wir mal wieder die gesellschaftstypische Verallgemeinerung.
Hab ich je gesagt, wie oft ich Drogen nehme? Hab ich auch gesagt, welche ich nehme? Nein, ich bin kein Junkie. Ich konsumiere selten (Und auch nicht "harte", wie Koks, Heroin usw. und das hab ich auch nicht vor. Auch ich habe meine Grenzen) und das nur aus Spaß, mal wieder was neues erleben. Warum schauen Menschen Filme? Warum hören sie Musik? Warum geben sie sich diesen Dingen so sehr hin?
Ein Trip ist sowas wie ein Film. Da es auch schief gehen kann, sollte man das nicht aus Leichtsinn machen. Bevor man einen Trip macht, sollte man es sich 1000 mal nochmal überlegen, wenns der erste ist.
Mit Halluzinogenen fängt man an, die Umwelt genauer in Betracht zu ziehen. Nach dem Trip oder während dem Trip wird einem klar, was man ändern könnte und vielleicht sogar sollte. Nein, ich rede nicht von den "Kiffer-Gedanken", die oftmals nicht gerade logisch zusammenhängen (Zumindest im nüchternen Dasein), sondern von wahren Erkenntnissen. Meine Einstellung hat sich jedoch seit meinem ersten Kontakt mit Halluzinogenen "gelindert". Ich trinke weder Alkohol, noch bin ich auch exessive Selbstzerstörungsaktionen aus. Ich propagiere zwar Selbstmord, aber nur in gewissen "Bereichen". Auch könnte eben diese Anregung vielleicht zum Nachdenken bringen, warum Suizid doch eine Lösung ist. Entweder, Mensch ändert was, oder Mensch begeht sofort Suizid.
Nein, ich bin nicht depressiv. Nein, ich hasse mich nicht selber.
Komisch und ich dachte, Methusalem sei ein Psychologe. Falsch druchdacht, Rolf, aber trotzdem guter Artikel, mit viel Mühe geschrieben und sollte sich jeder durchlesen. Nur schade, dass es eine sehr extreme Interpretation war (Sind wir wieder bei Klischees und Verallgemeinerung? Tatsächlich...).
Ich hab aber auch Fehler gemacht und sollte mich auch klarer Ausdrücken, denn hier liegt wohl ein Mißverständnis vor (Hört sich an, wie eine schlechte Entschuldigung, aber das spielt jetzt keine Rolle mehr).
Nur kann ich Dinge wie ["Vielleicht hat es Erleichterung gebracht, auszudrücken "dass ich jeden hasse". In Klammern: auch mich selbst"] (Zitiert aus Methusalems Artikel) nicht nachvollziehen...
Was ich mit "der Gesellschaft" und "den Menschen" meinte, sind genau die Leute, wie du in dem Artikel erwähnt hast ([jene, die andere darauf aufmerksam machen, dass sie sich mit ihrem Leben in Richtung Mülltonne bewegen, die sind "schuld"](Zitiert aus Methusalems Artikel)). Doch leider bin ich weder Junkie noch konsumiere ich Drogen so oft, dass es für mich tödlich enden könnte. Natürlich, eine Wahrscheinlichkeit ist immer da, doch ich gehe vorsichtig damit um. Auch ich kann verantwortungsvoll sein.
["Drogen werden ihm sicher nicht helfen, das Problem zu erkennen, denn sie SIND das Problem. Je länger es dauert, um so schwieriger wird es, damit wieder aufzuhören. Möglich ist es. Wer die Möglichkeit hat, Drogen zu konsumieren, aus Trotz gegen die Eltern, die Gesellschaft, oder aus anderen Motiven einen Weg beschreitet, sich selbst und immer mehr auch anderen Schaden zuzufügen, der hat auch die Möglichkeit, Nein zu sagen. Irgendwann hört der Spass auf - und wenn es soweit ist, entsteht vielleicht mit etwas Glück auch die Bereitschaft, endlich zur Besinnung zu kommen. Spass haben kann man auch ohne Drogen. Das ist eine Tatsache. Vielleicht muss irgend jemand das dem einen oder der anderen einfach mal sagen."]
(Zitiert aus Methusalems Artikel)
Was soll ich sagen? Bin ja ganz deiner Meinung, Drogen sind nicht mein Leben, aber wie schon gesagt, du hälst mich wirklich für einen "Junkie". "Drogen" (Welch böses Wort...) "halfen" mir im Übrigen. Wie, da bin ich mir selber noch nicht sicher. Jedoch mache ich mir mehr Gedanken, als früher. Natürlich haben sie auch mal Stress gebracht, da stimm ich dir zu, aber meine Selbsterkenntis hat mich weitergebracht (weiter, als sie mich aufgehalten hat). Im Übrigen konsumiere ich weder aus "Trotz der Eltern" noch aus "Trotzde der Gesellschaft". Ich konsumiere für mich.
Vielleicht bin ich auch ein schlechter Mensch. Aber was ist schon schlecht... Wenn das Leben auf diesen Planeten wirklich in Einklang leben sollte, dann ist fast jeder Fleischkonsument ein schlechter Mensch, da er Tieren die Freiheit entzieht und auch an ihren Tod verantwortlich ist (Massentierhaltung). Auch wir, die im Wohlstand leben, schauen auch oft weg, wenn Obdachlose auf der Straße verhungern, wenn Menschen in der 3. Welt elendlich sterben.
Wenn man den Rassismus, Spezisismus, Nationalismus, Sexismus und die Herrschaft (Nicht zu verwechseln mit Gesetzen) abschaffen würde, wäre das Leben wohl so im Einklang. Jeder wäre so gut wie frei und Sachen wie Klischees und Vorurteile würden eine geringe Rolle spielen. Doch es sollte in friedlicher Kooperation mit den Mitmenschen gelebt werden. Das würde aber da enden, da gewisse Menschen nichts mit "Junkies" zu tun haben wollen.
Vielleicht verstehen ja manche, was ich damit meine...
Vielen Dank
R.V. aus dem LdT
Korrekturen sind erlaubt, eine Interpretation ist eben eine Interpretation und kann teilweise falsch sein. Ich unterscheide schon zwischen verschiedenen Formen des Drogengebrauchs, Missbrauchs und der Abhängigkeit. Also wenn mit "Junkie" ein Heroinkonsument gemeint ist, der nicht auf Blech raucht sondern die Spritze benutzt, dann sind die Halluzinogene schon etwas anderes. Grundsätzliche Probleme sind trotzdem immer wieder ähnlich. Wichtiger ist mir jener Zipfel, der in Richtung "Lebensbejahung" geht - denn langfristig führt er immer von Drogen weg. Ich habe auch einige Leute kennen gelernt, die nach jahrelanger Abstinenz ihr ganzes Leben umgekrempelt haben. Manche sind tatsächlich auch Vegetarier geworden, leben bewusster, machen sich über viele Dinge Gedanken. Fest steht, dass man auch ohne Drogen zur Selbsterkenntnis kommen kann - wenn ich davon ausgehe, dass Drogen als "Gefühlsverstärker" wirken können, bringen sie nichts zum Vorschein, was nicht unterschwellig schon da war. Eine meditative Haltung, sich Zeit und Raum lassen, um das, was sich an Erkenntnissen anbahnt, an die Oberfläche kommen zu lassen, das hat vermutlich denselben Effekt.
Zumindest habe ich nie gehört, dass der Verzicht auf Drogen einen "Erkenntnisstop" ausgelöst hätte, eher im Gegenteil.
Tja, die gewissen Leute, die nichts mit "Junkies" zu tun haben wollen, die gibt es tatsächlich. Mein Anliegen ist ein anderes - jene zu unterstützen, die davon wieder loskommen wollen.
Manche schaffen es allein, es gibt aber einen Punkt, an dem es ohne Hilfe von aussen nicht mehr möglich ist.
Es gibt da noch so ein Thema... "Herrschaft abschaffen" - vielleicht sagt Dir der "herrschaftsfreie Diskurs" etwas (Habermas). Oder ein Begriff wie Basisdemokratie. Oder Bakunin. Oder der Spruch "keine Macht für Niemand". So nebenbei habe ich auch eine Zeit lang Soziologie studiert. Herrschaft lässt sich nicht so einfach abschaffen und dass es mit Gewalt auch nicht geht, zeigt die Geschichte der RAF sehr deutlich. Was übrigbleibt ist eine pragmatische Haltung, die sich mit viel Mühe und ganz langsam um mehr Demokratie, mehr Gerechtigkeit und den Abbau von Vorurteilen bemüht. Irgend etwas in dieser Richtung könnte dem Frust über so manches, das auf der Welt schief läuft, eine konkrete Form sinnvollen Engagements geben. Freiheit! Welch ein grosses Wort. Wenn Drogenkonsum zur Abhängigkeit wird, ist es aus mit der Freiheit. Und manchmal bringt erst die zufallende Zellentür die Einsicht, dass die Idee, nach Freiheit zu suchen, nicht schlecht, der Weg über Drogen aber letzten Endes kein guter Weg wahr. Setze einfach Deine Gedankengänge fort... wenn die Irrtümer, vor denen niemand jemals ganz sicher sein kann, sich langsam auflösen, wird Platz für die Wahrheit. Und dann zeigt sich auch ein Weg.
Im günstigen Fall verlieren Drogen bald ihre Bedeutung, sie werden unwichtig, Begleiterscheinung einer vergangenen Epoche. Das wäre das Beste, was Dir passieren kann: einen Weg zu verlassen, der für manche tödlich endet. Für den Fall, dass Dir das Leben eben doch etwas bedeutet. Also: mach was draus. Was ich darüber denke, ist letzten Endes gleichgültig: es ist Dein Leben.
Vielleicht versteht ja so mancher, was ich damit meine
Vielen Dank
R.G., den das Leben immer wieder und gelegentlich recht unsanft in die Realität geworfen hat
Auch ich bin überzeugt davon, dass Drogen als "Gefühlsverstärker" nur zum Vorschein bringen, was unterschwellig schon da war.
Ich bin für einen verantwortungsvollen Konsum, egal bei was. Doch Leuten, die wirklich an der Spritze hängen, einen Tag ohne Gras nicht können oder auf Feiern nur sein können, wenn sie betrunken sind oder sich Tabletten reingeschmissen haben, sollte klar gemacht werden, dass das so nicht weitergehen kann.
Ohne Bezug zur Realität kann nichts verändert werden!
Das Leben kann grausam und schlimm sein, aber ich glaube in der heutigen Zeit kann es eben auch NUR schön sein, wenn man sich bemüht! Und dafür sollten wir alle Sorgen (Denn ich schätze daraus würden alle Menschen "Profit" ziehen ;-) ). Ich weiß, dass die Legalisierung von Cannabis womöglich nicht allzuviel an der Welt direkt ändern würde, aber eine Änderung der Gesellschaft (Zumindest in Deutschland jetzt) wäre wahrscheinlich drin.
THC macht nur im chronischen Konsum gleichgültig, ich jedenfalls hab bisher von dieser Gleichgültigkeit nichts gemerkt (Und andere Personen an mir auch nicht). Ein chronischer Konsum ist definitv nicht das, was ich durch die Legalisierung erreichen möchte, da diese Konsumart schon entweder in der Sucht ist oder kurz davor steht (Und das gilt nicht nur den "Drogen" und Alkohol...).
Was ich sonderbar finde, ist dass viele Leute wissen, dass wir für eine bessere Welt was ändern müssen, jedoch machen sie nichts und das bleibt auch dabei. Ich glaube, jemand, der Drogen verteufelt, sollte auch was für eine bessere Welt machen, damit es eben keine Probleme mit Drogen gibt (Da ich auch Leute kenne, die aus Frustration konsumieren). Drogen sollten entweder zum (verantwortungsvollen) Spaß, oder für mystische und spirituelle Hilfen konsumiert werden.
Ich streite keineswegs ab, dass Meditation z.B. auch wunderbare spirituelle Erfahrungen hervorrufen können, doch eine neue Ebene mit Halluzinogenen zu betreten ist meiner Meinung nach sehr interessant (Ich rede von Kombination mit Meditation, was ja auch z.B. bei Urvölkern der Fall ist). Solche Erfahrungen können jedoch riskant sein, da man als Unerfahrener was falsch machen könnte. Aber wenn man sie richtig macht, sind sie sehr wertvoll.
Vielen Dank
R.V. aus dem LdT
Warum diskutieren sie nicht mit? Vor allem, weil es jetzt wohl mehr und mehr um die "Moral" geht? Als Christ sollten sie viel Erfahrung besitzen, was das angeht. Mich würde Ihre Meinung sehr interessieren.
R.V. aus dem LdT
Der 1. Schritt gleicht dem beginnenden Ausatmen (= loslassen),
der 2. Schritt dem tieferen Ausatmen (= niederlassen).
Der 3. Schritt ist der kürzeste, aber der kostbarste Augenblick des ruhenden Verweilens kurz vor dem neuen Einatmen (= eins werden).
Der 4. Schritt gleicht dem Einatmen (= empfangen).
Hier trennen sich östliche und westliche Wege:
Der östliche Weg, vor allem im Buddhismus, versteht darunter ein Auflösen des Individuums in das Kosmische hinein, so wie z.B. ein Wassertropfen sich mit dem Meer vereint. Er bleibt Wasser, verliert aber seine Identität als Einzelwesen.
Der westliche Weg, vor allem im Christentum, versteht darunter ein Neuwerden des Individuums durch ein Sichöffnen für Gott, so wie z.B. ein Eisenstück von Feuer durchglüht nach dem Abkühlen wieder ein Eisenstück ist, aber eben irgendwie anders.
So geht der Viererschritt des Atmens im Christentum in etwa so: los von mir, hin zu DIR (= Christus), eins mit DIR, neu aus DIR.
Halluzinogene binden das Medium des Meditierens, nämlich den Körper des Meditierenden, an sich, beschlagnahmen ihn mit ihrer Wirkung, nehmen ihn somit gleichsam gefangen, statt ihn freizugeben. Halluzinogene sind in diesem Prozess aus westlicher wie östlicher Sicht also vollkommen fehl am Platz.
Wollen sie sagen, dass das Christentum und der Buddhismus das einzig wahre ist, also dass man es nicht anders machen kann?
Letzte Frage:
Haben sie mal Halluzinogene genommen und das ausprobiert, denn sie reden komischerweise davon, als hätten sie verdammt viel Ahnung. Ich jedenfalls erkenne mich in vielen Dingen wieder, denn Halluzinogene spiegeln vieles des Unterbewusstseins wider.
Im Übrigen, Danke für die (schnelle) Antwort
R.V. aus dem LdT
"Was ich sonderbar finde, ist dass viele Leute wissen, dass wir für eine bessere Welt was ändern müssen, jedoch machen sie nichts und das bleibt auch dabei. Ich glaube, jemand, der Drogen verteufelt, sollte auch was für eine bessere Welt machen, damit es eben keine Probleme mit Drogen gibt (Da ich auch Leute kenne, die aus Frustration konsumieren). Drogen sollten entweder zum (verantwortungsvollen) Spaß, oder für mystische und spirituelle Hilfen konsumiert werden."
Darauf wollte ich nochmal näher eingehen. Etwas für eine bessere Welt tun... das ist ein philosophisches Thema und in der Praxis alles andere als einfach. Ich glaube, dass die meisten Menschen viel zu sehr mit sich selbst und ihrer "kleinen Welt" zu tun haben, um "darüber hinaus" noch Zeit für echtes Engagement in irgend einem Bereich zu haben.
Herauszufinden, wo was wie geändert werden könnte, sollte, müsste... das ist schon eine Menge Denkarbeit. Und wenn ich dann wirklich etwas in Bewegung bringen will, brauche ich einen Rahmen, in dem ich entscheiden und handeln kann. Aber zunächst stellt sich die Frage: was ist denn eine "bessere Welt"?
Ich hab schon genug über Sie gehört und glaube einfach, dass sie sich nicht überall einmischen sollten. Sie verbessern kein Leben. Sie sichern keine Zukunft. Vielleicht habe ich grad ihre moralisch positive Illusion vernichtet, aber jemand sollte dies ihnen mal sagen.