An
einem Urlaubsabend in einem Appartement nahe der Mittelmeerküste war bei uns ein befreundetes französisches Ehepaar zum Grillen zu Gast. Neugierig darauf, wie wir dort wohnten, bat uns das Paar um
eine Besichtigung.
Ich führte sie in der Wohnung herum und wollte ihnen trotz eines warmen Gewitterregens den dazugehörigen Garten zeigen, wo die Teufelskralle in sattem Grün mit etwa zweihundert handtellergroßen
violetten Blüten einen wundervollen Maiteppich hingezaubert hatte.
Vom warmen Regen aus ihren schattigen Verstecken hervorgelockt wimmelte der Garten voller Schnecken. Genau das jedoch entzückte zu meinem Erstaunen unsere Gäste. Ohne die Frühlingspracht auch nur
eines weiteren Blickes zu würdigen, baten sie um eine Plastiktüte und sammelten in wenigen Minuten etwa dreißig Exemplare dieser Weichtiere ein.
Da sie Angst hatten, die Tiere würden darin ersticken, hängten sie den Plastiksack unverschlossen über das Gartentor. Wir staunten nicht schlecht, wie sich innerhalb kurzer Zeit die Schnecken
erneut auf Wanderschaft begaben, die jedoch an den Lattenspitzen ihr jähes Ende fand, so dass sie ein zweites Mal in ihre Plastikgefangenschaft verbannt wurden. Diesmal jedoch blieb die Tüte bis
zum Abschied verschlossen. Wie viele Schnecken das heil überstanden haben, hat nie jemand nachgezählt.
:
Niemals in Gleichgültigkeit verfallen, unabhängig davon, was im Leben auf mich zukommt !
Ich interessiere mich für alles, was dem friedlichen Zusammenleben der Menschen dient.
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