Artikel teilen! Betreuungsgeld – Kinderknete oder Herdprämie?: „Her mit dem Zaster! Damit mache ich mir einen faulen Lenz und gönne mir einen Extraschluck ...
„Her mit dem Zaster! Damit mache ich mir einen faulen Lenz und gönne mir einen Extraschluck aus der Pulle. Meine Kinder setze ich den ganzen Tag vor die neueste Glotze, damit ich meine Ruhe
habe. Hauptsache, sie bleiben zu Hause, damit die Kinder-Kohle fließt.“, scheint laut Medienberichten die Horrorvorstellung vieler, meist links orientierter, meist kinderloser, aber dem
bürgerlichen Lager entsprungenen Politiker zu sein. Manche haben Angst, dass das umstrittene Betreuungsgeld in sinnlosem technischen Spielzeug verplempert wird, andere fürchten, dass damit die
falsche Zielgruppe sich vermehrt wie die Karnickel.
Sie fordern Kita-Zwang für alle Kinder mit professioneller Betreuung und beide Eltern zum Billiglohn an einen Arbeitsplatz.
So wird wenigstens ein Teil der damit verbunden Unkosten über die Steuergelder der Eltern wieder hereingeholt und man bleibt wirtschaftlich auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig. Sie verkünden
prophetisch den größten pädagogischen Super-GAU für Kinder, nämlich die Erziehung durch die eigenen Eltern.
Dass das Familienministerium nur für 35 Prozent aller Kinder unter drei Jahren Bedarf für Kitas sieht, geht im Medienrummel
unter, ebenso alle wissenschaftlichen Langzeituntersuchungen, wonach, vor allem in den ersten drei Lebensjahren, die frühkindliche dauerhafte Bindung an eine feste Bezugperson die beste
Vorraussetzung für eine gesunde und stabile Persönlichkeitsentwicklung bietet.
Dass das Bundesverfassungsgericht schon seit über zehn Jahren anmahnt, dass jede Betreuungsform vom Staat gleich
unterstützt werden muss und der Staat keine Betreuungsform bevorzugen darf, wird von diesen Politikern ausgeblendet. Sie wollen alle Kinder in die Kita zu schicken, und hoffen, dass es denen, die
es brauchen, nützt, und denen, die es nicht brauchen, nicht allzu sehr schadet.
Nach wie vor ist laut Shell-Jugendstudie die normale Familie mit Heiraten und Kinderkriegen ein Wunschtraum von vielen. Und
die Mehrheit in Deutschland lebt ihn. 85 Prozent aller Kinder wachsen bei ihren verheirateten Eltern auf. Ob die CSU mit ihrem christlichen Familienbild wirklich so daneben liegt?
Hier eine Mutter, die weiß, was gut ist: http://www.gemeindenetzwerk.org/?p=7839
oder http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a13/anhoerungen/Betreuungsgeld/Stellungnahmen/17_13_188g.pdf
Neueste Kommentare